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Handball-BundesligaAm Ende ist der VfL Gummersbach doch kein Party-Schreck

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Julian Köster beim Wurf.

Vor allem in der Anfangsphase dominierte der Gummersbacher Rückraum um Kapitän Julian Köster das Spiel. 

In der Handball-Bundesliga leifert sich  Gummersbach mit Meister Magdeburg lange ein Duell auf Augenhöhe, verliert aber mit 35:38. 

Lange sah es so aus, als könnte der VfL Gummersbach dem SC Magdeburg die erste Heimniederlage der Saison beibringen und die Meisterparty verderben. Die VfL-Handballer führten über weite Strecken des Bundesligaspiels. Doch in den letzten Minuten gaben die Gummersbacher die Partie aus der Hand. Kristjan Horzen scheiterte frei an Torhüter Sergey Hernandez und kurz darauf der bis dahin sichere Milos Vujovic vom Siebenmeterpunkt an Nikola Portner.

Der SC Magdeburg setzte sich in der mit 6600 Zuschauern ausverkauften Getec-Arena mit 38:35 (18:20) durch. Daran konnte in der Schlussphase auch VfL-Torhüter Dominik Kuzmanovic nichts mehr ändern, der mit zwölf Paraden darunter drei Siebenmeter, eine starke Visitenkarte bei seinem neuen Verein abgab. Kuzmanovic wechselt zur neuen Saison zum SC Magdeburg. Der bekam im Anschluss an die Partie die Meisterschale überreicht.

Der VfL Gummersbach fand gut in die Partie

Die Gummersbacher, die noch Chancen hatten, die SG Flensburg-Handewitt von Platz drei in der Tabelle zu verdrängen, fanden gut in die Partie und setzten sich schnell mit 6:3 (8.) ab. Miro Schluroff und Julian Köster dominierten aus dem Rückraum. Kuzmanovic parierte kurz danach seinen ersten Siebenmeter gegen Omar Ingi Magnusson. Mit einem 4:1-Lauf glichen die Hausherren zum 10:10 (17.) aus, doch der VfL legte immer wieder vor.

Beim 13:12 (19.) führte Magdeburg kurz, konnte daraus aber keinen Profit schlagen. Die Partie blieb offen. Als VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson seine erste Auszeit nahm (26.), mahnte er, dass die Abwehr kompakter stehen müsse. Gummersbach legte erneut vor und dass die erste Halbzeit mit einer Doppelparade von Kuzmanovic endete, passte gut ins Bild.

Ein Ellbogencheck gegen Kristjan Horzen wurde nicht geahndet

Nach dem Wiederanpfiff brauchten beide Mannschaft einige Minuten, um sich wieder einzufinden. Ansonsten das selbe Bild, Gummersbach legte vor , Magdeburg zog nach. Als die Gastgeber durch eine Zwei-Minuten-Strafe in Unterzahl agierten, nutzte das der VfL ebenso wie den dritten verworfenen Siebenmeter der Mannschaft von Bennet Wiegert.

Für Aufregung sorgten die beiden Schiedsrichter, die einen Ellbogencheck von Gisli Kristjansson an Kristjan Horzen nach der Videobetrachtung nicht mit einer Strafzeit ahndeten und auf Ballbesitz Magdeburg entschieden. Da führte der VfL mit 28:26 (46.).

Während der SC Magdeburg seine Siebenmeter nun verwandelte, traf der VfL nicht mehr

In der Folge verwandelte Matthias Musche seine vier Siebenmeter, während der VfL seine Sicherheit verlor. Sechs Minuten vor Schluss vergab Schluroff und Horzen scheiterte frei. Schluroff glich zum 34:34 (57.) aus, doch die nächste Chance vergab Vujovic von der Linie. Lukas Blohme verkürzte auf 35:36 (59.), Magdeburg erhöhte auf 37:35 (60.).

Als Vujovic erneut mit dem Siebenmeter an Portner scheiterte, stellten die Gastgeber in den Partymodus. Christian O’Sullivan, der zehn Jahre Kapitän des SCM war und dessen Vertrag ausläuft, warf den Ball frei zum Endstand ins Tor.

So blieb dem VfL trotz des starken Auftritts im Angriff wie im Hinspiel gegen Magdeburg ein Punkt verwehrt. Für die Gummersbacher steht am Sonntag, 15 Uhr, gegen die Rhein-Neckar Löwen das letzte Spiel der Saison an.


Tore SC Magdeburg: Musche (5/4), Claar (6), Kristjansson (6), Magnusson (3), Hornke (2), Weber (1), Lagergren (6), Saugstrub (4), O’Sullivan (1), Barthold (2), Bergendahl (2).

Tore VfL Gummersbach: Vujovic (5/4), Köster (4), Blohme (2), Einarsson (1), Schluroff (9), Hallbäck (4), Horzen (4), Smits (5), Zeman (1).