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Handball-BundesligaVfL Gummersbach baut seine Siegesserie gegen Melsungen aus

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Tom Kiesler und Julian Köster wehren Reynir Thor Stefansson ab.

Eine starke Abwehr, hier Tom Kielser und Julian Köster, vor dem erneut guten Torhüter Dominik Kuzmanovic war der Schlüssel zum deutlichen Erfolg des VfL Gummersbach gegen die MT Melsungen.    

Der VfL Gummersbach gewinnt mit 31:24 (14:10) und klettert nach dem siebten Sieg auf Platz vier in der Tabelle. 

.Mit dem guten Gefühl von sieben Siegen in Folge reisen die Nationalspieler des VfL Gummersbach zu ihren Mannschaften. Darunter Julian Köster, Tom Kiesler, Miro Schluroff und Mathis Häseler, die zum Lehrgang der deutschen Mannschaft in Dortmund fuhren. Zuvor   hatten sie in der mit 4500 Zuschauern ausverkauften Rothenbach-Halle die MT Melsungen mit 31:24 (14:10) bezwungen.

Im Anschluss an die Partie lobte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson vor allem die Abwehr seiner Mannschaft. Die habe funktioniert, egal, wer gespielt habe. Sei dann doch ein Ball durchgekommen, habe ihn Torhüter Dominik Kuzmanovic gehalten. Der Kroate, der seit Wochen in Topform ist, zeigte elf Paraden. Dazu kam, dass Bertram Obling einen Siebenmeter gegen Florian Drosten hielt. Damit entschieden die Gummersbacher das Torhüterduell mit zwölf Paraden gegen Nebojsa Simic und Kristof Palasics, die auf je vier gehaltene Bälle kamen.

VfL Gummersbach drehte mit einem 7:0-Lauf das Spiel

„Mit 21 verworfenen Bällen kann man kein Spiel gewinnen“, resümierte Melsungens Trainer Roberto Garcia Parrondo. Dabei hatte sich seine Mannschaft viel vorgenommen und wollte vor eigenem Publikum Wiedergutmachung für die hohe 25:34-Niederlage unter der Woche in der Europa League gegen Vardar Skopje üben.

Das schien zunächst auch zu gelingen, denn nach knapp zehn Minuten führten die Hausherren mit 5:3, nachdem der VfL bereits dreimal die Latte getroffen hatte. Schon früh setzten die Melsungen auf den siebten Feldspieler und rückten bis zum Abpfiff kaum noch davon ab. Doch der VfL verteidigte die Spielform gut und dreht mit einem 7:0-Lauf die Partie zum 10:5 (22.). Die Zwei-Minuten-Strafe gegen Stepan Zeman beendete Gummersbach dabei mit einem 2:0.

Nach der Pause fand Gummersbach schwer ins Spiel

Während Melsungen im Tor von Simic auf Palasics wechselte, zeigte Kuzmanovic zwei spektakuläre Paraden. Melsungen verkürzte nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Tom Kiesler auf 10:12 (29.), doch nach einer Auszeit erhöhte der VfL zur Pause auf 14:10.

Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gummersbacher zunächst nicht gut zurück in die Partie. Teitur Einarsson, Tilen Kodrin und Ludvig Hallbäck scheiterten frei am Melsunger Torhüter. Darauf folgten ein Fehlpass und ein Stürmerfoul von Kay Smits. All das brachte Melsungen zurück ins Spiel und zum 14:14-Ausgleich.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson freute sich, dass seine Jungs cool blieben

„Ich bin glücklich, stolz und zufrieden, wie die Jungs es gemacht haben“, sagte VfL-Trainer Sigurdsson. Seine Spieler hätten nicht nur um jeden Ball gekämpft, sie seien auch cool geblieben. Das galt für die Phase   vor der Pause, als sich die Nickligkeiten häuften, ebenso wie für den Melsunger Ausgleich nach der   Halbzeit. Gummersbach fand zurück ins Spiel. Nun war es vor allem Miro Schluroff, den die Gastgeber nicht halten konnten und der mit vier seiner insgesamt sieben Treffer dafür sorgte, dass der VfL zehn Minuten vor Schluss mit 26:20 führte.

Die Gastgeber hatten dem VfL nun nur noch wenig entgegen zu setzten, auch wenn Simic in den letzten Spielminuten Paraden zeigte.   „Wir waren nicht gut genug“, fasste Parrondo die Partie zusammen.

Im nächsten Heimspiel empfängt der VfL Gummersbach nach der Länderspielpause am Samstag, 28. März, 20 Uhr, den TSV Hannover-Burgdorf in der Schwalbe-Arena.


Tore MT Melsungen: Balenciaga (3), Mandic (3), Kristopans (5), Drosten (2/2), Stefansson (1), Kulesh (1), Arnarsson (1), Soler (2), Forsell Schefvert (3), Mensing (2), Kastening (1).

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (1), Kodrin (1), Vujovic (3/3), Köster (5), Häseler (5), Einarsson (3), Schluroff (7), Hallbäck (2), Horzen (3), Smits (1).