VfL Gummersbach feiert in Düsseldorf mit 39:30 (19:15) gegen den Bergischen HC seinen neunten Sieg in Folge.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach dominiert das Derby gegen den Bergischen HC

Vor allem in der ersten Halbzeit fanden die Gastgeber kein Mittel gegen VfL-Kapitän, der nicht nur sechs seiner acht Tore warf, sondern auch mit Anspielen glänzte.
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Dass das 29:29-Unentschieden aus dem Hinspiel an den Handballern des VfL Gummersbach genagt hatte, betonten sie in jedem Interview rund ums Bergische Derby. Und machten es jetzt im Rückspiel der Handball-Bundesliga in der mit 4000 Zuschauern ausverkauften Düsseldorfer Mitsubishi-Electric-Halle deutlich besser.
Gegen den Bergischen HC führte der VfL vom Anpfiff an und gewann das Derby klar mit 39:30 (19:15). Damit feierten die Gummersbacher den neunten Sieg in Folge und haben weiter Blickkontakt zu den Champions-League-Plätzen. VfL Gummersbach führt in der Handball-Bundesliga seine Siegesserie fort.
VfL Gummersbach wurde von einem überragenden Julian Köster angeführt
Angeführt von einem überragenden VfL-Kapitän Julian Köster, den die Gastgeber in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in den Griff bekamen, bestimmten die Gummersbacher vor den vielen mitgereisten Fans die Partie von Beginn an. Köster warf nicht nur sechs seiner acht Tore vor der Pause, er holte Siebenmeter heraus und setzte seine Mannschaftskollegen in Szene.
Dazu kamen ein starker Ludvig Hallbäck, der das Spiel leitete, und Kay Smits, der sich immer wieder durchsetzte. Im Tor zeigte Dominik Kuzmanovic mit seinen 13 Paraden sein seit Jahresbeginn fast schon gewohnt sicheres Torwartspiel. Milos Vujovic, der diesmal über 60 Minuten spielte, fügte seinen sechs verwandelten Strafwürfen noch zwei Feldtore hinzu.
Wir sind von Anfang an gut ins Tempo gekommen
„Wir sind von Anfang an gut ins Tempo gekommen“, lobte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson den Angriff seiner Mannschaft, merkte aber auch an. dass sich die Abwehr einige Mal zu oft, auseinander habe spielen lassen.
So setzte sich der VfL zwar schnell auf 5:2 (8.) ab, doch der BHC verkürzte auf 4:5 (9.). Nachdem aber Noah Beyer beim Stand von 4:6 (11.) einen Siebenmeter verwarf, setzten sich die Gummersbacher ab und hielten den Vorsprung zwischen drei und fünf Toren konstant. Mit 19:15 ging es in die Pause.
Beim 27:17 führte der VfL mit zehn Toren
Nach dem Wiederanpfiff stand nach langer Zeit Rechtsaußen Lukas Blohme wieder auf dem Feld. Zunächst traf Miro Schluroff nur den Pfosten. Anschließend waren seine Mannschaftskollegen treffsicherer, vor allem auch weil die Abwehr gleich zweimal die Würfe der Gastgeber blockte und ihnen den Weg zu schnellen Angriffen frei machte. Der VfL baute nun seinen Vorsprung aus und führte beim 27:17 (40.) mit zehn Toren. Die Partie war entschieden.
Zwar ließen die Gummersbacher in der letzten Viertelstunde einige klare Chancen ungenutzt, doch hatten die Gastgeber dem wenig entgegen zu setzen. In den letzten Minuten kam Bertram Obling, der in der ersten Halbzeit nur zu Siebenmetern im Einsatz war, für Kuzmanovic ins Tor. Die letzten beiden Tore der Gummersbacher zeigten, wie einfach Handball manchmal sein kann. Der Pass von Smits ging an Köster, der passte zurück und der Halbrechte hatte den Platz, um durch die BHC-Abwehr zu stechen.
So sprach BHC-Trainer Markus Pütz von einem in der Höhe verdienten Sieg für den VfL Gummersbach. Er sagte aber auch, dass er bei seinen Handballern die nötige Intensität in den Zweikämpfen vermisst habe. Sein Gegenüber VfL-Trainer Sigurdsson war zufrieden, da er hatte durchwechseln können und es ein schönes Handballspiel gewesen sei, in dem beide Teams ins Tempospiel gegangenen seien.
Die freien Ostertage hatten sich die VfL-Handballer verdient, ehe es am Samstag, 11. April, 20 Uhr, mit dem Spiel gegen die HSG Wetzlar weitergeht, die sich im Kampf gegen den Abstieg zeitgleich beim 31:31 gegen den TVB Stuttgart einen Punkt erkämpft hat.
Tore Bergischer HC: Beyer (6/3), Scholtes (2), Voss-Fels (5), Morante Maldonado (7), Fuchs (2), Seesing (5), Steinhaus (3).
Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (3), Vujovic (8/6), Köster (8), Blohme (1), Einarsson (1), Schluroff (4), Hallbäck (6), Smits (7), Zeman (1).

