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Handball-BundesligaVfL Gummersbach muss in der Werner-Aßmann-Halle schnell denken

Lesezeit 3 Minuten
Giorgi Tskhovrebadze steigt hoch, um über die Eisenacher Abwehr zu werfen.

Giorgi Tskhovrebadze hatte im Hinspiel mit fünf Toren zum 37:31-Sieg gegen Eisenach beigetragen.

Gummersbacher Bundesliga-Handballer treten im dritten Auswärtsspiel in Folge beim Tabellenvorletzten ThSV Eisenach an.

Die Reisetage zum Jahresanfang gehen beim VfL Gummersbach weiter: Nach dem Pokalspiel in Berlin und dem Bundesliga-Re-Start beim TSV Hannover-Burgdorf geht es am heutigen Samstag zum ThSV Eisenach. Anpfiff in der Werner-Aßmann-Halle ist um 19 Uhr.

Nach dem Tabellenstand ist der VfL als Tabellenachter eigentlich in der Favoritenrolle gegen den Vorletzten Eisenach. Doch so einfach gestaltet sich das nicht. Beide Teams trennen sieben Zähler und elf der 13 Pluspunkte haben die Eisenacher in eigener Halle erkämpft. In der Halle, in der eine besondere Atmosphäre herrsche, wie VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson weiß. Diejenigen seiner Spieler, die die Halle zum ersten Mal erleben, müssten schnell lernen, dort zu spielen.

Die Eisenacher haben Wut im Bauch nach der Niederlagen bei der HSG Wetzlar

Zumal die Eisenacher mit Wut im Bauch spielen. Sie hatten beim Re-Start in Wetzlar sechs Minuten vor Schluss mit 30:27 geführt und dann am Ende eine 30:31-Niederlage hinnehmen müssen. Ausgerechnet Manuel Zehnder, mit 15 Toren der herausragende Werfer der Eisenacher, vergab in den letzten beiden Spielminuten gleich zwei Chancen auf den Sieg. „Ich bin wütend und enttäuscht“, wird Eisenachs Trainer Misha Kaufmann anschließend auf der Eisenacher Internetseite zitiert.

Dass es jetzt zu einem Duell der Frustrierten werden könne, findet der Gummersbacher Trainer nicht. Zwar habe seine Mannschaft zweimal verloren, das aber gegen den Tabellenzweiten Füchse Berlin und den Sechsten Hannover-Burgdorf. „Man muss realistisch sein, das war zweimal eine tolle Leistung“, erklärt Sigurdsson.   Dass seine Mannschaft mit drei Tagen Abstand eine solche Einstellung und Willen gezeigt habe, stimme ihn zu 100 Prozent zufrieden. Wenn es Kritik daran gebe, zeige das nur, wie im Umfeld die Ansprüche an den VfL gestiegen seien.

VfL Gummersbach hat einige angeschlagene Spieler

In Berlin habe die schlechte Verwertung der Großchancen zur Niederlage geführt. In Hannover seien nach den beiden vergebenen Würfen auf das leere Tor der Gastgeber Kräfte und Glaube an den Sieg geschwunden. „Wir müssen an uns glauben“, erklärt der VfL-Trainer. Das gelte auch für das nächste Auswärtsspiel in Eisenach. Die Aufgabe wird nicht leichter, denn es wird immer deutlicher, wie groß die Zahl der angeschlagenen Handballer in den Reihen des VfL ist.

Giorgi Tskhovredadze hat nach wie vor Probleme und konnte nach Aussage seines Trainers kaum trainieren. Ellidi Vidarsson hat sich im vorletzten EM-Spiel mit Island einen Muskelfaseriss im Trizeps zugezogen, so dass er weder werfen noch in der Abwehr eingesetzt werden konnte.

„Ich hätte ihn eingewechselt, wenn es etwas gebracht hätte“, sagt Sigurdsson zur Schlussphase des Spiels in Hannover, wo seinem Team die Kräfte schwanden. Da sich Miro Schluroff im Wintercamp in Verl eine Oberschenkelverletzung zuzog und Tom Jansen noch lange fehlt, liegt die Verantwortung vor allem auf Julian Köster und Dominik Mappes, die kaum eine Pause haben.

Eisenach beschreibt der VfL-Trainer als eine Mannschaft mit einer sehr variablen Deckung, die zwischen den einzelnen Varianten hin und her wechsele. Mit Mait Patrail und   Yoav Lumbroso hätten sich die   Eisenacher in der Pause gut verstärkt.   „Wir müssen sehr schnell denken“, gibt Sigurdsson seinem Team vor.

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