VfL Gummersbach setzt sich mit 33:26 (16:129 gegen den Tabellenzweiten in der ausverkauften Schwalbe-Arena durch.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach startet mit einem deutlichen Erfolg gegen Flensburg

Miro Schluroff zeigte sich treffsicher und war mit sieben Toren einer der besten Werfer des VfL Gummersbach.
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Für die 13 Medaillengewinner der Europameisterschaften in den beiden Mannschaften gab es vor dem Anpfiff Glückwünsche und Torten, aber die Punkte beim Re-Start der Handball-Bundesliga blieben beim VfL Gummersbach. Der besiegte deutlich mit 33:26 (16:12) den Tabellenzweiten, die SG Flensburg-Handewitt, in der zum 40. Mal in Folge mit 4132 Zuschauern ausverkauften Schwalbe-Arena.
Damit untermauerten die Gummersbacher ihre Ambitionen auf einen Platz im internationalen Wettbewerb, während es für die Flensburger ein herber Dämpfer im Kampf um die Spitze war.
Es war ein Auftakt nach Maß für den VfL Gummersbach
Es war ein Auftakt nach Maß für den VfL, denn die Gummersbacher fanden gut in die Partie und führten schnell mit 4:1 (4.). Die Gäste konnten in der Folge nur noch auf zwei Treffer verkürzen.
Dabei hatten die Gastgeber mit Ausfällen zu kämpfen. Mathis Häseler fehlte aufgrund von muskulären Problemen. Linksaußen Tilen Kodrin hatte sich erst kurz vor dem Spiel krank gemeldet. „Kristjan Horžen konnte am Anfang nicht auf der Bank sitzen, weil es ihm nicht gut ging und Miro Schluroff hatte auch mit etwas zu kämpfen“, erklärte Gudjon Valur Sigurdsson, Trainer des VfL Gummersbach, nach dem Abpfiff. Zudem fehlte Joao Gomes im Aufgebot. Der Portugiese soll in Verbindung mit dem FC Porto stehen.
Flensburg scheiterte immer wieder an der gut stehenden Abwehr des VfL und an Torhüter Dominik Kuzmanovic
Die Gäste scheiterten immer wieder an der gut stehenden Abwehr vor dem stark haltenden VfL-Torhüter Dominik Kuzmanovic (14 Paraden). Auch die Flensburger hatten in Torhüter Kevin Möller (16 Paraden) ihren besten Spieler. Er musste sogar zwei Kopftreffer ein- und wegstecken. Doch auch wenn die Gummersbacher bis zur Pause zwölf Fehlwürfe hatten, führten sie gegen den Tabellenzweiten mit vier Toren.
In der zehnten Minute wurde VfL-Neuzugang Ludvig Hallbäck eingewechselt, der für viel Tempo im Angriff sorgte, dem aber bei seiner Premiere im VfL-Trikot noch nicht alles gelang und der teilweise auch nervös agierte.
Gummersbach kam deutlich gestärkter aus der Pause
Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gummersbacher deutlich gestärkter als die Gäste zurück. Von 17:14 (31.) erhöhten sie innerhalb weniger Minuten auf 23:15 (37.). Flensburgs Trainer Ales Pajovic nahm eine Auszeit, doch seine Mannschaft konnte den Rückstand nicht mehr spielentscheidend verkürzen. Im Gegenteil, sie leistete sich weiterhin Fehler und der starke Rückraum der Gäste blieb blass.
Dafür setzten sich die Hausherren immer weiter ab und führten in der 54. Minute mit 31:21. So blieb den Gästen in der Schlussphase nur noch ein bisschen Ergebniskosmetik. Dagegen ließen sich die Gummersbacher von ihren Fans feiern. Und nicht nur VfL-Kreisläufer Ellidi Vidarsson erklärte, dass er nicht an einen so deutlichen Erfolg geglaubt hätte. Trainer Sigurdsson sprach allen seinen Spielern ein Lob aus. „Ich bin stolz und glücklich, wie die Jungs das gemacht haben und deshalb haben sie sich auch einen freien Tag verdient.“
„Man kann in Gummersbach verlieren, aber nicht so“, sagte ein enttäuschter SG-Trainer Pajovic. Man habe von Beginn an gesehen, dass seine Mannschaft trotz einer guten Vorbereitung nicht komplett da gewesen sei.
Sein Gegenüber Gudjon Valur Sigurdsson hatte dagegen nicht viel zu meckern. „Vor dem Spiel wussten wir – wie auch die SG – nicht, wo wir stehen“, führte Sigurdsson weiter aus, sein Team hätte das Glück gehabt zu Hause zu spielen. Er hob die überragende Deckung seiner Mannschaft hervor und die Torwartleistung von Dominik Kuzmanovic. „Auch wenn wir zu viele Fehler in der ersten Halbzeit gemacht haben, konnten wir insgesamt genug Druck entwickeln.“
Weiter geht es für den VfL Gummersbach nach den Karnevalstagen am Donnerstag, 19. Februar, 19 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den ThSV Eisenach, der sein erstes Spiel des Jahres mit 31:33 beim TVB Stuttgart verloren hat.
Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (8), Vujovic (4), Köster (4), Einarsson (1), Schluroff (7), Hallbäck (2), Horzen (1), Smits (5), Zeman (1).
Tore SG Flensburg-Handewitt: Pytlick (5), Golla (5), Kirkelökke (1), Grgic (3), Jakobsen (6/4), Novak (3), Möller (3).

