Oberbergs Sieger beim Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels stehen fest.
WettbewerbAnabelle Martin und Lotta Bubenzer sind Oberbergs beste Vorleserinnen

Oberbergs Sieger im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
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Vorlesen setzt bei den Zuhörenden etwas in Gang. Die Konzentration wird gefördert, die Fantasie angekurbelt. Und auch derjenige, der vorliest, stärkt seine Kreativität und trainiert seine Aufmerksamkeit.
Lauter gute Effekte, auf die auch der stellvertretende Landrat, Professor Friedrich Wilke in seiner Begrüßung der 23 Kinder beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des deutschen Buchhandels hinwies.
Nächstes Jahr in Gummersbach neuer Bücherei
Wie es seit rund drei Jahrzehnten gute Tradition ist, hatte das Team der Kreis- und Stadtbücherei in Gummersbach um deren Leiter Christian Bürgin den Wettstreit der Sechstklässler um den fesselndsten Vorleser, die spannendste Vorleserin ausgerichtet.
Ein letztes Mal in der Halle 32, wie Bürgermeister Frank Helmenstein während der Siegerehrung ankündigte, denn im kommenden Jahr soll der Kreisentscheid nach Möglichkeit schon in den neuen Büchereiräumen im Zentrum der Kreisstadt stattfinden.
Leicht hatte es die siebenköpfige Jury aus der Vorjahressiegerin Zoe Koepke, Bibliothekarinnen, einer Buchhändlerin und einer Journalistin unter Vorsitz von Berufskolleglehrer Thorsten Klein wie immer nicht. Die Vielfalt der ausgewählten Geschichten und die Qualität der Vorträge ließen viele Punkte aufs Papier purzeln.
Am Ende freuten sich Anabelle Martin (12) aus Marienheide sowie die Nümbrechterin Lotta Bubenzer (11) über ihre Siegerurkunden. Anabelle entlockte Bürgermeister Helmenstein den begeisterten Ruf „meine Schule!“, als sie verriet, dass sie das Städtische Lindengymnasium in Gummersbach besucht.
„Das magimoxische Hexenhotel“ und „Woodwalkers“
Lotta geht zur Gesamtschule Waldbröl. Beide begeisterten mit Fantasy: Lotta hatte sich „Das magimoxische Hexenhotel“ ausgesucht, Anabelle las aus der Reihe „Woodwalkers“. Und es gab noch mehr Parallelen.
Beide Mädchen haben ihren Eltern zur Übung vorgelesen und jeweils die Zeit gestoppt, denn nach drei Minuten ist die Vorlesezeit im Wettbewerb vorbei. Sowohl Lotta als auch Anabelle mögen es sehr, mit ihren Hunden spazieren zu gehen und schmökern am liebsten eingekuschelt in ihren Betten.
Als Tipp für die kommenden Schulsiegerinnen und Schulsieger, die im Kreisentscheid antreten werden, erklärte Lotta, sie würde sich zur Beruhigung an die 4711-Regel halten. „Ich atme vier Sekunden lang ein, sieben Sekunden lang aus und wiederhole das elfmal“ beschrieb sie ihr Ritual, um Lampenfieber in den Griff zu kriegen.
Mit der 4711-Regel gegen Lampenfieber
Anabelle setzt zudem auf gute Vorbereitung. Sie hat sich rund drei Wochen lang mit ihrem Buch intensiv beschäftigt und sich ab und zu sogar selbst vorgelesen.
Beide haben nun die Möglichkeit, am Bezirksentscheid im kommenden Monat teilzunehmen. Bundesweit waren übrigens in der schulinternen Runde des Wettbewerbs rund 600 000 Kinder von fast 7000 Schulen dabei. (r)

