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25 Jahre BiowochenMinisterin lobt Arbeit des Klosterhofs in Gummersbach

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Rundgang auf dem Klosterhof in Bünghausen.

Tierwohl wird auf dem Hof von Peter Schmidt groß geschrieben. Beim Besuch der Ministerin verkündete er, dass er künftig auch vor Ort seine Tiere schlachten möchte.

Der Auftakt der 25. Biowochen in NRW fand auf dem Klosterhof von Peter Schmidt in Gummersbach-Bünghausen statt.

Wenn am 26. August in ganz NRW die 25. Biowochen eingeläutet werden, ist auch der Klosterhof von Peter Schmidt und Susanne Schulte in Gummersbach-Bünghausen mit dabei.

Bereits am Donnerstag haben die beiden einen Einblick in ihre Arbeit gewährt, als NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen zum Warm-up ins Oberbergische kam. 20 Prozent Ökolandbau Peter Schmidt hatte sie bereits mehrfach bei vorangegangenen Treffen eingeladen. Jetzt hat es endlich geklappt. Und dann auch noch gleich für den Startschuss der 25. Biowochen.

Die Ministerin untermauerte das Ziel der schwarz-grünen Landesregierung, in NRW bis 2030 eine Quote von 20 Prozent Ökolandbau erreichen zu wollen. Sie räumte allerdings auch ein, dass „wir aktuell schwere Zeiten haben, die man nicht vorhersehen konnte“.

Soll heißen: „Der Wille ist da“, wie Gorißen betonte, die aber im gleichen Atemzug den Endverbraucher mit ins Boot holte, denn der sei es, der die Produkte aus dem Ökolandbau auch annehmen und kaufen müsse. Und das ist, wie am Donnerstag mehrfach betont wurde, in Zeiten von immer höheren Energiepreisen nicht selbstverständlich.

Schmidt stellte seinen Werdegang als Biobauer und die Ausrichtung seines Betriebes als Archehof vor, ehe er seine neuen Pläne zur Sprache brachte, die auf große Beachtung stießen. Schmidt plant die Schlachtung seiner Tiere auf dem Hof. Der Mensch habe den Tieren gegenüber eine Verantwortung, betonte der Biobauer.

Und dazu gehöre aus, dass die Tiere stressfrei sterben, ehe sie zum Metzger kommen. Und dabei bis zum letzten Augenblick mit ihren Artgenossen in der Gruppe bleiben. Die Ministerin hatte sich schon eingangs lobend über die Arbeit auf dem Klosterhof geäußert. Zeige sie doch, wie sorgsam hier mit Tieren umgegangen werde. Umso wichtiger sei es, dass Betriebe wie der von Peter Schmidt Nischen finden würden. So auch mit der Hofschlachtung.

Der Klosterhof ist ein Paradebeispiel für einen Gründlandhof
Silke Gorißen, Landwirtschaftsministerin

„Der Klosterhof ist ein Paradebeispiel für einen Gründlandhof im Mittelgebirge“, sagte Gorißen, ehe Ute Rönnebeck als Vorstandsmitglied der Landesvereinigung Ökologischer Landbau auf die bevorstehenden Biowochen einging. Sie kündigte vom 26. August bis 10. September landesweit über 100 Veranstaltungen an. In den letzten Jahren habe sich der Ökolandbau entwickelt, sei professioneller und umsatzstärker geworden. Die Pläne von Schmidt, auf dem Hof schlachten zu wollen, findet sie einerseits mutig bei zurückgehendem Fleischkonsum, zugleich begrüßte sie die Pläne im Sinne einer guten Tierhaltung. Oberbergs Landrat Jochen Hagt berichtete, dass im Kreis Landwirtschaft und Naturschutz seit Jahren gemeinsam unterwegs seien. „Da wird nicht gegeneinander gearbeitet“, betonte er.