Abo

MotorsportJörg Viebahn und Maximilian Eisberg fuhren beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

4 min
Der Gummersbacher Jörg Viebahn und seine Teamkollegen vor dem Start des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring.

Der Gummersbacher Jörg Viebahn (2.v.l.) und seine Teamkollegen vor dem Start des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring.

Bei den beiden Startern aus Gummersbach herrschte nach dem Fallen der Zielflagge überwiegend Zufriedenheit.

Obwohl das Wetter nicht richtig mitspielte, war das diesjährige ADAC Ravenol 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein Super-Event. Trotz Kälte, Hagel und Regen kamen an den vier Tagen über 300.000 Besucher in die Eifel, um das Langstreckenrennen angeführt von Superstar Max Verstappen (Niederlande) zu sehen und zu feiern. Am Ende siegte nicht die lange führende Mannschaft um Verstappen, aber die Teamkollegen sorgten schließlich für eine ausgelassene Feier im Mercedes-Lager.

Auch bei den beiden Startern aus Gummersbach herrschte nach dem Fallen der Zielflagge überwiegend Zufriedenheit. Sowohl Jörg Viebahn als auch Maximilian Eisberg kamen ins Ziel, verpassten aber knapp die angestrebten Klassensiege bei den GT4-Fahrzeugen und den seriennahen Autos.

Viebahn-Team mit Ausrutscher

Viebahn teilte sich den Mercedes-AMG GT4 von Prosport Racing mit Yannik Himmels (Heinsberg), Guilherme de Oliveira (Portugal) und Lluc Ibanez (Spanien). „Mit meinen über 20 Rennteilnahmen hatte ich sicherlich die größte Erfahrung. Aber die jüngeren Piloten waren recht schnell. Deshalb hatten wir eine tolle Fahrerbesetzung“, erklärt Routinier Jörg Viebahn.

Das zeigte sich nach den Trainingssitzungen allerdings noch nicht in der Zeitentabelle. Der Mercedes stand nur auf Startplatz sechs in der Klasse SP 10, mit einem gehörigen zeitlichen Abstand zu den schnellen BMW M4 GT4. „Die BMW sind nicht nur extrem schnell, sie können im Rennen sogar eine Runde länger fahren, bevor sie tanken müssen“, sagt der Gummersbacher über die Konkurrenz und gibt die Marschroute vor: „Wir müssen halt im Rennen schneller sein und dürfen keine Fehler machen.“

Jörg Viebahn fuhr den Start. Er hielt sich zunächst etwas zurück, um anschließend schnell die Position zu verbessern. Beim ersten Fahrerwechsel lag das Team bereits auf Rang vier der Klasse in Sichtweite der Spitzengruppe. „Ich konnte deutlich schneller als im Training fahren. So hatten wir die Chance, mit um die Spitze zu kämpfen“, so Viebahn.

Teamkollegen kämpften sich an die Leistung an

Anschließend knüpften die Teamkollegen an die Leistung an und übernahmen zeitweise sogar die Spitzenposition in der Klasse. Nach sieben Stunden gab es aber einen Rückschlag. De Oliveira rutsche in der Arembergkurve nach einer Feindberührung in Kies und verlor wertvolle Zeit. Er konnte aber weiterfahren, musste aber eine Runde Zeitverlust hinnehmen.

Anschließend kam das Team bei schwierigen Bedingungen und immer wieder einsetzendem Regen nahezu ohne weitere Probleme über die Distanz. „Wir haben versucht, Druck aufzubauen. Aber wir sind nur bis auf Rang drei nach vorn gekommen. Den Rückstand konnten wir nicht mehr wettmachen.“ Im Gesamtklassement war es Rang 29.

„Ohne den Ausrutscher wäre vielleicht mehr möglich gewesen. So sind wir die ganze Zeit, dem Rückstand hinterhergefahren. Es war ein hartes Rennen mit einer gut besetzten Klasse“, zieht Jörg Viebahn sein Fazit.

Maximilian Eisberg im Toyota Supra.

Maximilian Eisberg war in einem Toyota Supra unterwegs.

Maximilian Eisberg hatte erst kurzfristig seinen Start beim Langstreckenklassiker möglich gemacht. Er fuhr gemeinsam mit Matthias Baar (Wuppertal), Piet-Jan Ooms (Niederlande) und Yutaka Seki (Japan) einen Toyota Supra von Sorg Rennsport in der Klasse VT2. „Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind einfach eine tolle Veranstaltung. Deshalb war ich froh, dass es mit der Teilnahme doch noch geklappt hat. Auto und Teamkollegen waren neu, doch bei Sorg fahre ich in der Langstrecke den Porsche Cayman“, erklärte der Gummersbacher.

Im Training lief es nicht optimal. In der ersten Sitzung verhinderten Code-60-Zonen eine gute Rundenzeit. Das zweite Training litt unter Regen und bei der dritten Sitzung gab es kleinere technische Probleme. „Startplatz acht in der Klasse war nicht gut, aber letztlich nicht ganz so entscheidend“, blickt Eisberg zurück.

Im Rennen lief es deutlich besser. Das Team arbeitete sich schnell unter die besten drei Fahrzeuge vor und hielt sich auf dieser Position. „Wir haben keine Fehler gemacht und waren recht konstant unterwegs. Speziell in der Nacht waren die Bedingungen schwierig. Mit einem langsameren Auto musste man sehr umsichtig fahren.“

Ohne größere Schwierigkeiten kam das Quartett so über die Distanz. Im Ziel bedeutete dies Platz zwei in der Klasse VT2 und Platz 58 in der Gesamtwertung. „Ich habe viel gelernt und wir haben es geschafft, den seriennahen Toyota ein Stück schneller zu machen. Insgesamt gesehen, war es ein tolles Wochenende mit einer einzigartigen Atmosphäre, wie es sie nur am Nürburgring gibt“, zog Eisberg zufrieden sein Fazit.