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Bunte Demo„Omas gegen rechts" formen in Gummersbach ein Herz gegen Hass und Hetze

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Gruppenbild einer Demonstration für Vielfalt

Initiatoren der Aktion in der Gummersbacher Fußgängerzone waren die „Omas gegen rechts".  

Einen sehenswerten Protest gegen rechts organisierten die Frauen in der Gummersbacher Fußgängerzone.

Längst nicht nur Senioren sind am Freitag einem Aufruf der „Omas gegen rechts" aus Gummersbach gefolgt. Kurz vor dem Einheitsfeuertag formten rund 60 Menschen in der Innenstadt ein Herz als gut sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und eine kunterbunte Gesellschaft ohne Hass. Dazu gab es einige kurze Reden und viel Musik.

Oberbergische Initiative warnt vor rechtem Vokabular

Mit Blick auf die jüngsten Wahlerfolge der AfD warnte Gerhard Jenders, Vorsitzender der Initiative „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun", in seinem Beitrag davor, rechtes Vokabular gesellschaftsfähig zu machen. Die Unterscheidung zwischen „Deutschen“ und „Passdeutschen“ etwa habe man in der Vergangenheit bereits erlebt – sie habe dem faschistischen Staat und damit dem Gang in die Katastrophe den Weg geebnet.

Schilder mit Forderungen in Gummersbach

Ausdrücklich sprach sich Jenders dafür aus, rechter Hetze und Demagogie mit Fakten zu begegnen. Allerdings: „Wir müssen auch die Herzen der Menschen erreichen." Dafür eigneten sich eben Aktionen wie die in der Gummersbacher Fußgängerzone hervorragend. Die Teilnehmer, darunter auch Vertreter der Gewerkschaften, hatten im Vorfeld ihre Forderungen in bunten Buchstaben formuliert und auf Schildern niedergeschrieben. Auf einem Transparent war „Menschenrechte statt rechte Menschen" zu lesen, andere beschäftigten sich mit der Kriegsgefahr in Europa oder der Forderung nach einer bunten Gesellschaft, in der niemand Angst vor Verfolgung und Bloßstellung haben müsse.

Wir müssen auch die Herzen der Menschen erreichen.
Gerhard Jenders, Vorsitzender der Initiative „Oberberg ist bunt, nicht braun"

Hand in Hand formierten die Menschen schließlich das Herz, das vor dem „Backwerk" auf der Hindenburgstraße auf das Pflaster vorgezeichnet worden war. Passend ausgesucht hatten die Organisatoren auch die Lieder, die mit Begleitung von Gitarren zusammen gesungen wurden: Der inzwischen schon bekannte „Omas gegen rechts"-Song auf Basis der Melodie von „When I'm Sixty-Four" aus der Feder der Beatles fehlte dabei genauso wenig wie die Hymne „Wehrt euch, leistet Widerstand".

Für Gänsehautgefühl sorgte schließlich die gemeinsame Vertonung des Bläck Fööss-Klassikers „Unser Stammbaum", der wie kaum ein zweites Lied für das friedliche Zusammenleben aller Kulturen im Rheinland eintritt. Nach dem zuletzt mehrstimmig gesungenen Refrain „Su simmer all he hinjekumme" löste sich das Gummersbacher Herz aus Menschen schließlich wieder auf.