Abo

Online-PetitionViel Sympathie fürs Gummersbacher Handballmännchen

2 min
Die Ampeln im Bereich des EKZ Bergischer Hof - hier im großen Bild - sollen, wenn alles nach Plan läuft, bald umgerüstet werden. Inga Bormann überreichte dem Bürgermeister die Unterstützerliste zu ihrer Online-Petition.

Die Ampeln im Bereich des EKZ Bergischer Hof sollen, wenn alles nach Plan läuft, bald umgerüstet werden. Inga Bormann überreichte dem Bürgermeister die Unterstützerliste zu ihrer Online-Petition.

Die Umrüstung der Ampeln soll wenn eben möglich ohne städtische Mittel bestritten werden.

Die Chancen stehen gut, dass die Fußgängerampeln im Bereich des EKZ Bergischer Hof in der Gummersbacher Innenstadt Handball-Ampelmännchen bekommen. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Hauptausschusses. Allerdings müssen noch einige offene Fragen geklärt werde. Und die Umrüstung der Ampeln soll die Stadt wenn eben möglich nur wenig kosten . „Verhältnismäßiger Kostenrahmen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Gestaltung eines Handball-Ampelmännchens hat die Stadt bereits bei einem Fachunternehmen angefragt. „Der Gestaltungsspielraum ist hierbei aufgrund der rechtlichen Anforderungen gering.

Dennoch soll die Erkennbarkeit des Handball-Ampelmännchens bei voller Gewährleistung der Verkehrssicherheit gegeben sein“, sagt Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit. Ein Handballspieler im Sprungwurf dürfte da wohl schon schwer werden. Und er versprach, dass er sich persönlich darum kümmern wolle, dass das Geld für die Handballmännchen zusammenkommt. Wie berichtet, hatte die ehemalige Handballerin und Ex-SPD-Stadtverordnete Inga Bormann bei der Stadt eine entsprechende Anregung eingereicht. Übrigens fast zeitgleich mit Natascha Koke.

Mehr als 1600 Befürworter der Online-Petition

Bormann ihrerseits startete noch eine Online-Petition. Und das mit Erfolg: Mehr als 1600 Menschen befürworten die Idee. Eine symbolische Übergabe der „Unterschriften“ an den Bürgermeister gab es am Mittwoch im Hauptausschuss. Dort stellte Bormann ihre Idee der Politik vor und erntete viel Zustimmung. Sie erläuterte, dass es nicht einmal vier Wochen her sei, dass die Idee für die Ampeln mit den Handballmännchen entstanden sei. „Wenn nicht Gummersbach, wer dann?“, warb sie für das Kenntlichmachen der oberbergischen Kreisstadt als der deutschen Handballstadt. Der Heimat des Handballs eben. Halding-Hoppenheit sprach von einer „äußerst sympathischen Idee“.

Was die Umsetzung angeht, so hat die Stadt bereits die zentrale Kreuzung im Bereich des EKZ Bergischer Hof ins Visier genommen sowie die Querung zum Steinmüllergelände bzw. der Schwalbe-Arena. Karl-Heinz Richter (CDU) war hörbar Feuer und Flamme für die Idee. In Siegen etwa gebe es mit dem Hüttenmann ein vergleichbares Markenzeichen. Oliver Kolken (SPD) pflichtete Richter bei. Gummersbach sei die Handballstadt schlechthin. Und das nicht nur bezogen auf den VfL. Das gebe es auch noch andere Vereine. Rainer Degner (AfD) sah das Vorhaben „positiv für Stadt“, findet aber, dass man die Kosten am besten komplett ohne Geld aus dem Stadthaushalt bestreiten sollte.