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Schnäppchen für Mitglieder Kunstforum präsentiert Jahresgabe von Christof Knapp

Strombach – Wenn das Kunstforum Gummersbach im Januar sein 30-jähriges Bestehen feiert, soll es eine große Ausstellung im Theater geben. Am kommenden Sonntag treffen sich die Kunstfreunde zunächst noch einmal im kleineren Rahmen: Von 14 bis 18 Uhr präsentiert das Kunstforum seine diesjährige Jahresgabe im Atelier des Künstlers Peter Leidig, einem umgebauten Fachwerkhaus am Schürweg in Gummersbach-Strombach.

Ab 18 Uhr tritt unter dem Titel „Jazz im Atelier“ das Trio des Radevormwalder Gitarristen Philipp Humburg auf, dazu gehören der Schlagzeuger Christof Helm und der Neu-Strombacher Marcus Gulich am Bass, allesamt Absolventen der Essener Folkwang-Hochschule.

Noch lange bevor in Gummersbach Kunstverein und -forum gegründet wurden und die ersten Ausstellungen im Theater stattfanden, war Leidigs Haus bereits ein Ort der Kunst. Schon 1977 fand hier die erste Ausstellung statt. Zeitweise stellten Leidig und seine Frau Maria Bürger die Räume zweimal im Jahr für die Arbeiten befreundeter Künstler zur Verfügung. Diese Tradition findet nun eine Fortsetzung in Zeiten, in denen sich die Kunstfreunde von der Theatergalerie wieder verabschieden müssen. Die zumindest vorläufige Schließung des Hauses im kommenden Sommer ist beschlossene Sache.

Die Jahresgabe ist ein in Kunstvereinen übliches Schnäppchenangebot, das das Kunstforum vor drei Jahren wieder eingeführt hat. In diesem Jahr handelt es sich um eine Serie von orangefarbenen Wandobjekten des Gummersbacher Künstlers Christof Knapp.

Wie geht es weiter nach dem Theater-Ende?

Die Unikate kosten jeweils 75 Euro. Mitglieder bekommen sie für nur 45 Euro, da lohnt sich noch die schnelle Unterzeichnung des Beitrittsformulars. Als Geschenk darf sich jedes der derzeit etwa 80 Mitglieder zudem einen von 80 verschiedenen, von Knapp signierten Digitaldrucken mitnehmen.

Wie Peter Leidig fühlt sich Christof Knapp der Arbeit des Kunstforums besonders verbunden – was auch daran liegen mag, dass er mit der Vorsitzenden Silke Knapp-Trauzettel verheiratet ist. Die Künstler sind sich einig darüber, dass die Gummersbacher Szene mit der Schließung des Theaters vor einer großen Herausforderung steht. „Wenn es danach in der Kreisstadt keinen festen Ausstellungsraum mehr gäbe, wäre das ein Armutszeugnis“, meint Knapp. Er könnte sich vorstellen, dass man in der Halle 32 eine Möglichkeit finden könnte. Peter Leidig setzt darauf, dass sich im alten Vogteihaus an der Kaiserstraße nach dessen Umbau und Sanierung ein Raum für die Kunst findet. Bis dahin könnte man nach Siegener Vorbild Pop-Up-Galerien in leerstehenden Ladenlokalen eröffnen. Einigkeit herrscht darüber, dass sich ein breites Bündnis der Freunde von Bildender Kunst formieren muss. Ähnlich wie bei den Anhängern der Bühnenkunst, die sich für das Theater einsetzen – aber rechtzeitiger.