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Weiße Weste anbehaltenVfL Gummersbach gewinnt auch das letzte Heimspiel gegen Coburg

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Der VfL Gummersbach verabschiedet sich mit einem Sieg gegen Coburg in der Schwalbe-Arena und der Meisterschale aus der Saison der Zweiten Handball-Liga.

Gummersbach – Die Bilanz für die Handballer des VfL Gummersbach hätte kaum besser ausfallen können: Nach dem Aufstieg und der Meisterschaft folgte nun die Auszeichnung von Gudjon Valur Sigurdsson zum Trainer des Jahres in der Zweiten Liga. Dafür hatten sich die Trainer und Geschäftsführer der anderen Vereine mit über 50 Prozent ausgesprochen.

Den Schlusspunkt an die Saison setzten die Spieler dann selber mit dem 29:27 (16:12)-Erfolg gegen den HSC Coburg. Damit bleiben die Gummersbacher in der Meisterschaft ohne Punktverlust in der Schwalbe-Arena.

Ohne Punktverlust in der Schwalbe-Arena

Für den Erfolg zollte der VfL-Trainer seinen Handballern Respekt. Er habe sehr viel wechseln müssen, denn es seien einige Spieler angeschlagen gewesen. Die Auszeichnung zum Trainer des Jahres nahm er nicht nur für sich, sondern für sein ganzes Team an. Er hob dabei die Arbeit seines Co-Trainers Anel Mahmutefendic ebenso heraus wie von Torwarttrainer Mario Kelentric sowie dem medizinischen Team mit den Ärzten, der Physiotherapeutin und dem Konditionstrainer.

Was er habe, sei  Luxus, sagte Sigurdsson. Er wird ab Montag  wieder für drei Tage die Schulbank drücken, um den nächsten Schritt seiner Mastercoach-Ausbildung zu machen, die er im Januar begonnen hat.

Herzig glänzte gegen seinen neuen Arbeitgeber

Derweil saß sein Gegenüber, Coburgs Trainer Brian Ankersen, auf der Auswechselbank  und betrachtete das blau-weiße Treiben auf dem Feld. Er hätte sich nach dem „tollen Spiel seiner Mannschaft“ ein Unentschieden gewünscht. Doch in der entscheidenden Phase machte sein Team genau die zwei Fehler zu viel, die am Ende zur Niederlage geführt hatten.

Die Gummersbacher fanden zunächst gut ins Spiel, führten schnell mit 6:2 (6.) und bestraften die Fehler der Gäste mit schnellen Gegenstößen. Vor allem Fynn Herzig glänzte gegen seinen neuen Arbeitgeber. Bis zum 20:15 (36.) sah es noch nach einem  klaren Heimsieg für die Hausherren aus.   

Am Ende wurde es noch mal knapp

Doch dann bekam Stepan Zeman eine Zwei-Minuten-Strafe, Janko Bozovic scheiterte mit seinem Siebenmeter an der Unterkante der Latte, während Coburg Tor um Tor verkürzte. Es häuften sich die Unkonzentriertheiten auf Gummersbacher Seite und beim 22:22  (46.) hatten die Coburger ausgeglichen, beim 25:24 (50.) lagen sie das erste und einzige Mal  vorne.

Die Fehler in der insgesamt sehr zerfahrenen  Partie häuften sich auf beiden Seiten, doch nutzten  Lukas Blohme (2) und Raul Santos die Patzer der Gäste, um auf 27:25 (56.) davon zu ziehen. Dem scheidenden Kapitän Timm Schneider waren dann die beiden letzten Tore des Spiels vorbehalten.

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Aus den Händen von Liga-Präsident Uwe Schwenker gab es anschließend  die Meisterschale. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann  überreichte die  Auszeichnung an den VfL-Trainer. Anschließend wurde ein letztes Mal mit den Fans gefeiert. Am 19. Juli startet dann die Vorbereitung auf die neue Saison.

Statistik: VfL Gummersbach: Ivanisevic (1. bis 23. und 44. bis 60. Minute/6 Paraden), Nagy (44. – 60./3 P); Fanger (n.e.), Vidarsson (3), Köster, Blohme (5), Hermann (1), Schneider (2), Herzig (5), Pregler, Dzialakiewicz (1), Santos (5), Kiesler, Stüber, Zeman (3), Bozovic (4/1).

HSC Coburg: Apfel (1. - 60./8 P), Jochens (nur bei einem Siebenmeter), Kulhanek (n.e.); Runnarsson (3), Fuß (1), Siegler, Billek (4), Mubenzem, Kanuer (2), Varvne (3), Schäffer (6), Dettenthaler (4/2), Grozdanic, Schröder (4).

Zuschauer: 3604 .

Schiedsrichter: Christopher Hillebrand/Stefan Umbescheidt.

Siebenmeter: 1:2 – 2:2 (Bozovic scheitert an der Unterkante der Latte).

Strafzeiten: 8:4 (Vidarsson, Blohme, Schneider, Zeman – Schäffer, Schröder).

Beste Spieler: Herzig – Schäffer.