Abo

Wiedersehen zweier TeamgefährtenVfL Gummersbach im DHB-Pokal

2 min

Gegen HC Motor Zaporozhye blickte Gudjon Valur Sigurdsson noch skeptisch auf die Abwehr.

Konstanz/Gummersbach – Die Generalprobe für die erste Runde im DHB-Pokal ist gelungen: Mit 35:25 (18:12) setzte sich der VfL Gummersbach am Donnerstagabend gegen die Kadetten Schaffhausen durch. Gegen den Schweizer Meister zeigte der VfL laut Rückraumspieler Tom Jansen eine gute Abwehrleistung, aus der heraus viele Gegenstöße zu gelaufen wurden. Mit dem guten Gefühl können die VfL-Handballer am Samstag, 20 Uhr, im DHB-Pokal bei Zweitliga-Aufsteiger HSG Konstanz in der Schänzle-Halle antreten.

„Sie werden auftreten wie ihr Trainer Jörg Lützelberger einst gespielt hat, sehr engagiert und lauffreudig“, sagt VfL-Trainer Sigurdsson über das Team seinen Kollegen, mit dem er in der Saison 2006/07 beim VfL Gummersbach zusammengespielt hat. Zudem erwartet er eine sehr eingespielte Mannschaft. Die hatte sich wenige Tage zuvor ein ebenfalls sehr umkämpftes Duell mit Schaffhausen geliefert, das sie am Ende mit 32:33 (16:18) verloren.

Lützelberger freut sich über das Los

„Der VfL ist das schönste und attraktivste Los“, sagt Jörg Lützelberger. Mit den Gummersbachern gewann er als Profi dreimal den Europapokal und war später Jugendkoordinator in der Handballakademie. Die HSG Konstanz hatte Lützelberger nach ihrem Abstieg im Sommer 2021 übernommen und zurück in die Zweite Liga geführt. „Es war eine sehr kurzfristige Angelegenheit, die mir sehr viel Spaß gemacht hat“, sagt der 37-Jährige, dass er gerne geblieben sei.

Aus Gummersbach war er 2016 zunächst als Jugendkoordinator zum damaligen österreichischen Erstligisten Bregenz Handball gewechselt, wo er ein Jahr später Trainer wurde. Als dort Schluss war, machte sich Lützelberger unter dem Namen „SogehtHandball“ selbstständig mit Handball-Coaching, ehe im Sommer die Anfrage von Konstanz kam.

Diplomstudium abgeschlossen

eren Konzept, den Spielern nicht nur einen Vertrag zu bieten, sondern sie auch bei Studium und Ausbildung verstärkt zu unterstützen, stieß bei Jörg Lützelberger auf offene Ohren. Er ist einer der wenigen Handballer seiner Generation, der während seiner Profikarriere sein Diplomstudium abschloss.

Das könnte Sie auch interessieren:

Sein Matchplan im Spiel gegen Gummersbach ist es 60 Minuten Tempohandball zu spielen, dabei intelligent anzugreifen und schnell zurück zu laufen. Sein Team sei in der Dritten Liga als Tempomannschaft gefürchtet gewesen, dass das gegen einen Erstligisten nicht einfach so umzusetzen sei, habe die Mannschaft im Testspiel gegen den Bergischen HC gesehen und daraus gelernt, sagt Lützelberger.