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Zauberhafte LeichtigkeitFrank Baroth trainiert für seine Illusionen jeden Tag

3 min
Der Zauberkünstler Frank Baroth in seinem Element als Magier.

Der Zauberkünstler Frank Baroth in seinem Element als Magier.

Damit die Zaubertricks auch spielerisch leicht von der Hand gehen, trainiert Frank Baroth aus Gummersbach jeden Tag zwei Stunden. 

Wie schafft es die Spielkarte durch den massiven Holzblock? Bei Zauberkünstler Frank Baroth sieht dieses Kunststück ganz leicht aus. Er schiebt die Karte hindurch, entspannt und lächelnd. Ich hingegen scheitere. Der Kollege soll einen Zauberwürfel verdrehen. Die bunten Felder wirbeln durcheinander. Ich würde dem Würfel seine Ordnung nur mit größter Mühe zurückgeben können.

Frank Baroth nimmt ihn in eine Hand und dreht die Felder hinter seinem Rücken in die Ausgangsposition zurück. Lächelt und plaudert dabei. Zauberei ist die Leidenschaft des Gummersbachers, der im nicht magischen Leben als Bautechniker beim Oberbergischen Kreis tätig ist. Gerade begeisterte er bei einer ausverkauften abendfüllenden Show im Wuppertaler Zauber-Salon im Veranstaltungszentrum „Die Börse“ in Barmen.

Profis und Nachwuchs

Die Veranstaltungsreihe bringt am jeweils dritten Dienstag im Monat gegen Hutgage professionelle Magier und Nachwuchstalente auf die Bühne und bietet dem Publikum Zauberkunst zum Anfassen.

Praktisch jeden Tag trainiert Frank Baroth gute zwei Stunden. Um die Kunststücke sicher zu beherrschen, feilt er zum Teil monatelang am Zusammenspiel von Motorik und Denken. Denn Denken, Plaudern und die Bewegungen der Hände sollten im Idealfall gleichzeitig, aber unabhängig voneinander funktionieren und dabei möglichst mühelos wirken. Dass ihm während dieser Trainingsphasen immer wieder Verbesserungen einfallen, gibt er gerne zu.

Zauberkünstler arbeitet ohne Assitentin

Als Zauberkünstler arbeitet er ohne Assistenz. Das bedeutet natürlich die ultimative Freiheit bei Auftritten, aber auch, dass er für die Vor- und Nachbereitung der Shows selbst sorgen muss. „Das ist durchaus zeitaufwendig und manchmal auch anstrengend. Aber es lohnt sich immer“, findet der Gummersbacher. Denn das Publikum lässt sich gerne von ihm verzaubern, ist fasziniert, wenn er seine Kunststücke, die er ausdrücklich nicht mit dem Wort „Trick“ abgewertet sehen möchte, zeigt. „Die Menschen genießen es, dass sie das, was sie in meinen Bühnenshows oder bei der Tischzauberei sehen, auch mal nicht enträtseln können. Uns allen fehlt doch ein Stück Magie, Staunen und Fantasie im Leben.“

Ein Trick wird nicht wiederholt Auch wenn die Neugier seitens des Publikums natürlich da ist, zeigt der Zauberkünstler ein Kunststück nie zweimal bei einem Auftritt und verrät schon gar nicht, wie seine verblüffenden Illusionen, seine Mentalmagie und Zaubereien funktionieren. „1994 hatte ich meine erste kleine Show, inzwischen stehe ich auf Bühnen vor bis zu 800 Zuschauenden“, freut Frank Baroth sich. Als er vor seinem Vater Peter vor Jahren ein Taschentuch in der Luft schweben ließ, war dieser sehr beeindruckt. Sein Kompliment an die Kunst des Sohnes: „Da kommt kein Mensch drauf, wie du das machst!“ Frank Baroth verrät: „Ich bin selbst auch begeisterter Zuschauer bei Künstlerkollegen. Und sogar ich durchschaue nicht immer alles.“