Lindlar/Wipperfürth – Die ersten Notrufe gingen schon kurz vor halb acht Uhr Morgens in der Leitstelle ein, ab 7.24 Uhr war die Feuerwehr der Gemeinde Lindlar im Dauereinsatz: Hochwasser an Lennefe und Sülz, am Morgen trat dann auch noch die Leppe über die Ufer. Die Löschzüge in Lindlar-Ort und Frielingsdorf-Scheel rückten aus.
Einsatzschwerpunkte waren die neuralgischen Stellen: Die Sülz in Brochhagen und bei Welzen, die Lennefe an der Dr.-Meinerzhagen-Straße und mehrere Siefen in Kaiserau. Die Feuerwehr war mit 40 Kräften im Einsatz, koordiniert von Gemeindebrandinspektor Dieter Hungenberg.
Lindlar-Ort
In Lindlars Ortskern staute sich das Wasser am Einlass des Lennefe-Kanals auf den Grundstücken zwischen Dr.-Meinerzhagen-Straße und Hauptstraße. Das Einlassgitter war verstopft und das Wasser staute sich zurück und „bedrohte drei Häuser entlang der Hauptstraße“, berichtet Hans Peter Scheurer von der Feuerwehr Lindlar. Mit Hilfe des Aggerverbands wurde das Gitter am Kanal gesäubert. „Bei Hochwasserlagen informieren wir immer auch den Aggerverband“, erklärt Scheurer.
Brochhagen
In Brochhagen trat die Sülz entlang der Straße „An der Sülz“ über die Ufer, die Straße wurde teilweise für den Verkehr gesperrt, da sie auf Höhe der Brücke vollständig unter Wasser stand.
Welzen
In Welzen bei Hommerich waren sechs Häuser vom Hochwasser bedroht. Hier teilte die Feuerwehr auch Sandsäcke an die Einwohner aus, um ihr Hab und Gut vor dem Wasser zu schützen.
Kaiserau
In Kaiserau hatten sich die Siefen im Steilhang in regelrechte Sturzbäche verwandelt und die Landstraße 97 auf Höhe von Schmidt+Clemens überflutet.
Wipperfürth
Auch in Wipperfürth rückte die Feuerwehr zu einigen Hochwasser-Einätzen im Stadtgebiet aus. In Niedergaul war ein Überlaufrohr des Gaulbachs vollgelaufen und hatte den Keller eines Hauses unter Wasser gesetzt, berichtet die Wehr. Die Wassermassen ergossen sich auch auf die Landstraße. In Niederwipper stand das Autohaus Bongen unter Wasser, hier kamen die Einsatzkräfte der Löschgruppe Klaswipper zur Hilfe. (lb)
