JahresdienstbesprechungMorsbachs Feuerwehr wächst stetig
Morsbach – Die Morsbacher Feuerwehr ist klein aber stark: Bei der Jahresdienstbesprechung in der Kulturstätte am Schulzentrum hat Wehrführer Mathias Schneider mit einigem Stolz vorgerechnet, dass die Zahl der Feuerwehrleute (gemessen an der Einwohnerzahl) in Morsbach um ein Drittel größer ist als in Gummersbach: „Die Zahl der Aktiven ist seit 2010 stetig gestiegen von 115 auf heute 147 Kräfte.“
Zugleich war das Einsatzaufkommen überschaubar: Nur zwei der 26 (2013: 27) Brandeinsätze waren Großbrände. Dazu kamen 40 technische Hilfeleistungen. Insgesamt gab es 95 (92) Alarmierungen und eine Gesamtschadenssumme von 155 000 Euro (224 000 Euro). Dennoch weiß Schneider, dass gerade eine vergleichsweise kleine Gemeindefeuerwehr ihren Personalbestand im Auge behalten muss. Anhand der Statistik zeigte der Wehrführer: „Mit zunehmendem Alter gehen uns viele Kameraden verloren.“ Kreisbrandmeister Frank-Peter Twilling mahnte als Gastredner: „Wenn Kameraden frustriert aufhören, liegt das teilweise an uns. Wir müssen mehr miteinander reden.“
Mit verschiedenen Maßnahmen will Schneider die Einsatzstärke gewährleisten. Zum einen durch eine intensivere interkommunale Zusammenarbeit. Erst kürzlich habe man direkt an der Grenze zur Nachbarstadt Waldbröl gemeinsam einen Flächenbrand gelöscht. Die Zusammenarbeit bei der Grundausbildung habe sich bewährt. Als Gastredner lobte auch der Waldbröler Wehrführer Veit Mach das gute Miteinander. Dies sei nicht zuletzt ein persönlicher Dienst des Morsbacher Amtskollegen.
Mathias Schneider wies daraufhin, dass ehrenamtliche Feuerwehrleute anderenorts Steuervorteile genießen, in Thüringen werde eine „Feuerwehrrente“ diskutiert: „Es geht dabei nicht um Geld, sondern um Wertschätzung.“ Den Nachwuchs zu sichern, ist natürlich auch die wichtigste Aufgabe der Jugendfeuerwehr: Mit 51 Mitgliedern sei deren Bestand stabil, berichtete Jugendfeuerwehrwart Christian Stricker. So konnten in den vergangenen Jahren 30 Nachwuchskräfte in den aktiven Dienst übergeben werden. Besonders froh ist Stricker über seine sieben weiblichen Jungfeuerwehrleute.
Bürgermeister Jörg Bukowski bedauerte die beengten Verhältnisse in den Gerätehäusern von Morsbach und Lichtenberg, bat die Kameraden mit Blick auf die Finanzlage der Gemeinde aber um Geduld. Er dankte für das ehrenamtliche Engagement und ermunterte die Feuerwehr zu Selbstvertrauen: „Solch eine Steigerung bei der Mitgliederzahl kommt nur zustande, wenn die Truppe zusammenhält und mit Freude dabei ist.“
