Energieeinsparung und -optimierung ist das Kerngeschäft der Lindlarer Firma ONI-Wärmetrafo GmbH. Das Geschäft läuft zurzeit gut.
Auf WachstumskursFirma ONI zufrieden mit der Entwicklung

ONI-Firmenchef Wolfgang Oehm an einer Anlage.
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Wolfgang Oehm ist zufrieden, sehr zufrieden. Grund dafür sind die Umsatzzahlen des laufenden Jahres. Sie liegen rund 16 Prozent über denen des Vorjahres. Und der Chef und Gründer der ONI Wärmetrafo GmbH in der Lindlarer Ortschaft Niederhabbach ist zuversichtlich, dass die positive Entwicklung noch weiter anhält: „Die Auftragsbücher sind voll.“ Was nicht selbstverständlich sei, angesichts der wirtschaftlichen Situation, in der Firmen teilweise Beschäftigte in Kurzarbeit schicken und teilweise auch entlassen würden. „Bei uns sind die Arbeitsplätze sicher und Kurzarbeit kein Thema“, betont er.
Oehm erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von 85 bis 90 Millionen Euro. Natürlich sei in der deutschen und europäischen Wirtschaft viel im Umbruch und das liege nicht an der Künstlichen Intelligenz. Gerade der Automobilbereich, jahrzehntelang ein deutsches Aushängeschild, sei von diesem Strukturwandel betroffen.
Steigende Energiekosten bedeuten mehr potenzielle Kunden
Die weiter steigenden Energiekosten begünstigen die positive Entwicklung bei ONI, denn das Unternehmen ist spezialisiert auf die Energieoptimierung und Einsparung von Energie in sehr energieintensiven Bereichen wie der Kunststoff- und der Metallindustrie. Die hohen Kosten führten dazu, dass viele Unternehmen verstärkt nach Einsparmöglichkeiten suchten.
Die Kunden legen immer mehr Wert auf Komplettlösungen und wollen alles aus einer Hand haben. Und das können wir bieten
„Als wir vor mehr als 40 Jahren mit dem Thema Energieeffizienz gestartet sind, war das schwierig, weil die Energie im Verhältnis kein entscheidender Kostenfaktor war“, sagt Rüdiger Dzuban, Leiter Kommunikation und PR bei ONI. Das Geschäft sei dennoch kein Selbstläufer, sondern erfordere großes Know-how, entsprechende Vermarktung und Angebote, die es bei den Mitbewerbern nicht gebe. Das Unternehmen habe sich über die Jahrzehnte einen sehr guten Ruf erarbeitet und verfüge über einen sehr großen Kundenstamm, sodass man nicht nur von einer Branche, wie etwa der Automobilbranche abhängig sei.
Mit zehn Standbeinen breit aufgestellt
Das Unternehmen sei breit aufgestellt und habe zehn Standbeine, erläutert der Firmenchef seine Strategie. Dazu kämen zahlreiche Alleinstellungsmerkmale. Ganz wichtig sei auch, dass ONI in der Lage sei, von der Wärmerückgewinnung über Reinluftanlagen, Temperierung, Maschinenoptimierung, Wasserbehandlung bis hin zu Finanzierungsmodellen und Fördergeldakquise alles aus einer Hand anbieten könne. „Die Kunden legen immer mehr Wert auf Komplettlösungen und wollen nicht mit fünf verschiedenen Unternehmen arbeiten, wollen alles aus einer Hand haben und nur einen Ansprechpartner“, fasst der Firmenchef seine Erfahrung zusammen. Hinzukämen noch der persönliche Kontakt und die ständige Erreichbarkeit, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
Die Ausbildung junger Menschen und die permanente Weiterbildung sind Wolfgang Oehm besonders wichtig, und er ist stolz auf seine aktuell 37 Auszubildenden. Immer wieder lieferten die ONI-Auszubildenden Top-Leistungen und würden ausgezeichnet, freut sich der Oberberger, der selbst auf viele Preise und Auszeichnungen als Unternehmer verweisen kann. Nicht zuletzt auch für sein soziales Engagement, das nicht nur Vereine und soziale Einrichtungen in Lindlar und der Umgebung schätzen. Auch für die Ukraine-Hilfe hat sich der gebürtige Sauerländer immer wieder mit Geld- und Sachspenden eingesetzt.
ONI in Zahlen
1983 gründete Wolfgang Oehm die ONI Wärmetrafo GmbH in einer Garage in Lindlar. Er entwickelte das erste Wärmerückgewinnungssystem für Kunststoffmaschinen.
1998 erfolgte der Umzug an den Standort in Niederhabbach, mittlerweile ist das Betriebsgelände auf 76.000 Quadratmeter gewachsen, die Nutzfläche auf 14.000.
2007 wird die Firma Rhytemper, ein Spezialist für die Temperierung von Werkzeugen übernommen.
2017 wird die ONI Energy Saving Technology in Kunshan (China) gegründet.
2018 werden neue Büroflächen bezogen.
485 Mitarbeiter hat die Firma ONI aktuell, darunter 37 Auszubildende.
6500 Kunden hat die Firma weltweit.
90 Millionen Euro wird der Umsatz in diesem Jahr voraussichtlich betragen.
