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Tour der 1000 KurvenWas die US-Armee mit der Oldtimer-Rallye in Oberberg zu tun hatte

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Foto von zwei Männern und einem ehemaligen Jeep der US-Armee

Mit dem ältesten Modell im Feld waren Dennis Wiebel (r.) und Beifahrer Olaf Berghaus unterwegs. Der 84 Jahre alte Jeep der US-Armee war 1945 in Oberberg eingesetzt worden, hatten die beiden recherchiert.

116 Schätzchen rollten von Lindlar durch Oberberg bis zum Wipperfürther Marktplatz. Darunter ein Jeep in spezieller Mission.

Wenn wunderschöne Autos und glänzendes Chrom auf den oberbergischen Straßen zu sehen sind und auf den Motorhauben die Startnummern leuchten, ist die Oldtimer-Rallye „Tour der 1000 Kurven“ gestartet. Am Samstag war es wieder so weit: Auf dem Marktplatz in Lindlar rollten insgesamt 116 Teilnehmer – verabschiedet von Bürgermeister Sven Engelmann – auf den 120 Kilometer langen Rundkurs.

31. Auflage führte durch neue Ecken in Oberberg

Doch der Veranstalter, die Renngemeinschaft Oberberg (RGO), konnte den Fans historischer Fahrzeuge bereits vor dem Start eine wahre Pracht präsentieren: Porsche, Opel, Ford, VW, Mercedes, Chevrolet oder BMW, überall gab es sehenswerte Fabrikate, überwiegend ab Baujahr 1960 bis in die 1990er Jahre. „Wir haben wieder eine schöne Strecke ausgesucht. Für unser Team der RGO ist das eine Herausforderung, denn die Strecke führt immer wieder durch neue Ecken und Dörfer“, beschrieb Fahrtleiter Reiner Liese die Arbeit vor der 31. Oberberg Klassik.

Start einer Oldtimer-Rallye

Auf den 120 Kilometer langen Kurs schickte Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann die Oldtimer, wie hier den Porsche 944 aus dem Jahr 1984 mit Frank und Tim Kutsch.

In den Autos studierten die Teams da längst das Bordbuch, die Anweisungen und die Wegstrecke des Rundkurses auf der Karte: Von Lindlar aus ging es über Linde, Hohkeppel und Klause nach Engelskirchen und weiter über Oberbantenberg und Wiehl bis zur Brauerei Bielstein, wo der Zwischenstopp mit Rast und Sonderprüfung wartete. Die kniffelige Aufgabe des Tages: Mit dem Auto genau 300 Meter in 45 Sekunden zurücklegen, bevor es auf die Nachmittagsschleife mit Ziel Wipperfürth ging.

Wir freuen uns immer wieder auf die Oberberg Klassik, das Fahren durch die kleinen Orte ist so reizvoll – und anspruchsvoll sind die Prüfungen und das Fahren nach Chinesenzeichen und Baumaffen sowieso.
Andreas Brüninghaus und Kurt Schnippering fuhren im Jaguar von 1966 vor

Ältestes Modell im Feld war ein Jeep der US-Army namens „Willys Overland“ aus dem Baujahr 1942: „Dieses Auto wurde im April 1945 bei der Zerschlagung des Ruhrkessels in die Gefechte um Wipperfürth und in der Umgebung eingesetzt“, hatten Pilot Dennis Wiebel und Beifahrer Olaf Berghaus recherchiert. „Das Auto ist komplett restauriert und soll in Erinnerung an damals nun wieder nach Wipperfürth gefahren werden.“ Leider hatte der Jeep nach der Pause in Bielstein einen technischen Defekt, in Wipperfürth kam er zumindest diesmal nicht an.

Zahlreiche Oldtimer-Autos stehen auf einem Platz, ein Jaguar hat die Motorhaube geöffnet.

Für Gesprächsstoff sorgten auch die Modelle des Jaguar E-Type aus den 1960er Jahren.

Mindestens genauso schöne Hingucker waren die Modelle des Jaguar E-Type: „Wir freuen uns immer wieder auf die Oberberg Klassik, das Fahren durch die kleinen Orte ist so reizvoll – und anspruchsvoll sind die Prüfungen und das Fahren nach Chinesenzeichen und Baumaffen sowieso", lobten Andreas Brüninghaus und Kurt Schnippering im Jaguar von 1966.

Gefahren wurde die Oberberg Klassik in den Schwierigkeitskategorien „Touristik“, „Tourensport“ und „Sport“. Über 60 Mitglieder der RGO begleiteten die Rallye als Streckenposten und Kontrolleure. Die Sieger wurden am Abend mit Pokalen in der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth ausgezeichnet. www.rgoberberg.de