Die erste Runde im FVM-Pokal steht: Eintracht Hohkeppel empfängt Fortuna Köln. Aber auch die übrigen Oberberger haben interessante Gegner.
FVMEintracht Hohkeppel steht vor der nächsten Pokalschlacht gegen Kölner Drittligisten

Bei eisigen Temperaturen musste sich die Hohkeppeler Elf am 26. März dieses Jahres Viktoria Köln mit 1:4 geschlagen geben. Sportlich von ähnlichem Kaliber ist der Kader von Fortuna Köln, der am 22. oder 23. August ins Stadion nach Köttingen kommt.
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Mit einem sportlichen Kracher beginnt am vorletzten Augustwochenende die erste Runde um den Pokal des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM): Eintracht Hohkeppel trifft zu Hause auf den SC Fortuna Köln. Ein schwereres Los hätte den schwarz-gelben Mittelrheinligisten kaum treffen können – die Fortuna ist frisch gebackener Meister der Regionalliga West, künftig wieder Drittligist und verstärkt sich personell derzeit kräftig für die neuen Aufgaben. Gleich die Kugeln fünf und sechs, die FVM-Vizepräsident Rudi Rheinstädtler in dieser Woche aus der Lostrommel zog, setzten die vielversprechende Paarung fest.
Hohkeppel mit dunkler Vorahnung
Bei der Eintracht hatte man es irgendwie schon in der Nase, dass man auf einen richtig dicken Fisch treffen würde. „Trotzdem ist es natürlich verrückt, dass wir aus 64 Kugeln gerade die Fortuna erwischen“, findet Hohkeppels Sportdirektor Kevin Theisen. Nicht gelten lassen will er allerdings den Vergleich zum 26. März dieses Jahres: Damals schied Hohkeppel im Halbfinale des FVM-Pokals im Achim-Lammers-Waldstadion gegen Viktoria Köln, ebenfalls Drittligist, mit 1:4 aus. Der Klub vom Rhein zog damals ins Finale ein, das er denn auch nach Verlängerung und Elfmeterschießen gewann – nämlich gegen den Stadtrivalen Fortuna Köln.
Wir spielen voll auf Sieg, schließlich haben wir nichts zu verlieren. Jeder rechnet damit, dass wir verlieren. Entweder schaffen wir eine Sensation oder eben nicht.
Schenken werde die Eintracht der zwei Klassen höher spielenden Fortuna jedenfalls nichts, stellt Theisen klar. „Wir spielen voll auf Sieg, schließlich haben wir nichts zu verlieren. Jeder rechnet damit, dass wir verlieren. Entweder schaffen wir eine Sensation oder eben nicht.“ Dem Umstand, dass es nun gleich in der ersten Runde zum Kräftemessen mit einem der Kölner Titelfavoriten kommt, kann man in Lindlar auch Gutes abgewinnen. „Im Gegensatz zur Fortuna stecken wir noch nicht im Ligastress und können uns voll auf das Spiel konzentrieren“, so Theisen.
Eintracht Hohkeppel erwartet viele Fans aus Köln
Angesetzt hat der FVM die erste Pokalrunde für den 22. und 23. August. So oder so: Für Fußballfans dürfte es ein interessantes Duell in Köttingen werden. Genau wie beim Duell gegen Viktoria, als es ein Sicherheitskonzept, getrennte Fanbereiche und eine Zuschauerobergrenze gab, will die Eintracht das Heimspiel wieder groß aufziehen. Dabei rechnen die Hohkeppeler diesmal mit noch mehr Organisationsaufwand durch mehr Publikum: Während das Spiel im März bei eisigen Temperaturen unter der Woche stattfand, ist diesmal Sommer, angepfiffen wird am Wochenende und der Anhang der Fortuna ist nach Hohkeppeler Einschätzung generell zahlenmäßig stärker als der der Viktoria.
Nümbrecht reist nach Aachen, Wiehl muss nach Bonn
Durchaus interessante Gegner warten aber auch auf die drei anderen oberbergischen Mannschaften in Runde eins: Kreispokalsieger und Landesligist SSV Nümbrecht reist zum A-Ligisten SC Kellersberg in den Fußballkreis Aachen, zumindest auf dem Papier dürfte die Elf von Marcus Voike die leichteste Aufgabe bekommen haben. Ebenfalls auf das Heimrecht kann sich der Bezirksligist SC Fortuna Bonn berufen, der dem FV Wiehl ein Bein stellen will. Die Wiehler rutschten über die Fair-Play-Wertung in den Verbandspokal und kennen den Bonner Gegner aus der abgelaufenen Landesliga-Saison, in der die Fortuna den Abstieg hinnehmen musste – das Hinspiel zu Hause verlor Wiehl mit 1:2, im Rückspiel gewannen die Oberberger dagegen mit 2:0.
Rossenbach empfängt die Sportfreunde aus Troisdorf
Bleibt die Spielvereinigung Rossenbach, einer von insgesamt vier B-Ligisten im Feld der ersten Pokalrunde. Die gute Nachricht für den Waldbröler Verein: Mit dem Bezirksligisten Sportfreunde Troisdorf reist eine Mannschaft an, die „nur“ zwei Klassen höher spielt und das auch erst seit Neuestem – als Meister der Kreisliga A im Fußballkreis Sieg starten die Troisdorfer erst in der Woche nach dem Pokalspiel zum ersten Auftritt in der Bezirksliga. Die zweite Pokalrunde hat der FVM für die Zeit zwischen dem 6. und 8. Oktober festgesetzt.
Im gleichen Zeitraum steigen dann auch die bergischen Kreispokalsiegerinnen in ihren Wettbewerb ein – am 7. oder 8. Oktober treffen die Fußballfrauen des TuS Homburg-Bröltal im Achtelfinale auf den SV Deutz 05. Für beide Teams lief es in der Liga zuletzt nicht berauschend, der TuS steig in die Landesliga ab, Deutz verlor den Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga und ist künftig wieder Mittelrheinligist.
