Im Oktober 2025 hat Georg Ludwig den Verein mit weiteren Engagierten gegründet und sich seitdem jeden Tag für die Ukraine-Hilfe ins Zeug gelegt.
Ukraine-HilfeEintragung des gemeinnützigen Vereins „Lindlar-Radomyschl“ ist fast abgeschlossen

Axel Wild, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Lindlar und Oberstleutnant der Reserve, überreicht Georg Ludwig einen Notfallrucksack. Dieser wurde zusammen mit weiteren Sachspenden im März per Lkw nach Radomyschl geschickt – gemeinsam mit dem damals von Oni gespendeten Fahrzeug.
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„Ich möchte jeden Tag einen persönlichen Handgriff für die Ukraine tun“ – dieses Motto hat sich Georg Ludwig, ehemaliger Bürgermeister von Lindlar und Vorsitzender des von ihm initiierten Vereins „Lindlar-Radomyschl – Hilfe für unsere Partnerstadt und die Ukraine“ vorgenommen. Im Oktober vergangenen Jahres hatte er den gemeinnützigen Verein mit weiteren Engagierten gegründet und hat sich seitdem jeden Tag ehrenamtlich für die Ukraine-Hilfe ins Zeug gelegt.
Seit Mai ist der Verein registriert, eine Gemeinnützigkeitsbescheinigung soll zeitnah folgen, damit der Verein administrativ komplett bereit ist. „Momentan ist der Registrierungsprozess etwa zu 90 Prozent abgeschlossen“, gibt sich Ludwig optimistisch, dass es bald richtig losgehen und der Verein dann auch Geldspenden entgegennehmen kann. Bis dahin soll eine Internetseite erstellt werden. Ganz frisch ist der gemeinnützige Verein zudem auf der Social-Media-Plattform Instagram aktiv, wo Interessierte nun auf dem Laufenden gehalten werden. Einen Eindruck bekommen Interessierte hier unter „lindrado_ev“.
„Wir sind außerdem dabei, private Sachspenden zu sammeln und unser Netzwerk weiter auszubauen“, berichtet Ludwig weiter. Dafür nutzt er unter anderem seine vielen Kontakte, die er als Bürgermeister aufgebaut hat und arbeitet nach wie vor eng mit der Gemeinde Lindlar zusammen. Diese hat beispielsweise einen vom Bund finanzierten Bagger für die Ukraine-Hilfe zugesagt bekommen, der nun mithilfe von Ludwigs Engagement an einem geeigneten Ort zwischengeparkt wird, bis er in die Partnerstadt Radomyschl gebracht werden kann.
Ein fester Vereinssitz ist erstmal nicht geplant. Die Kartons mit Hilfsgütern lagert Ludwig als Vereinsvorsitzender zurzeit in der eigenen Garage. Er berichtet: „Wir sammeln gerade ausgediente Feuerwehrkleidung aus der ganzen Region, die wir in die Ukraine bringen möchten.“ Die alles entscheidende Frage, die nicht nur Georg Ludwig, sondern auch viele andere Helferinnen und Helfer dabei umtreibt, ist: Wie kommen die Hilfsgüter in die Ukraine? Fahrer zu finden, die aktuell ins Kriegsgebiet fahren, gibt es kaum.
Georg Ludwig betont: „Ich sehe jeden Tag die Berichte über Bombardierungen und wie Menschen zu Grabe getragen werden. Das ist für mich sehr bewegend und der Ansporn, warum ich mich weiterhin für die Ukraine einsetze.“ Dabei schaue er nicht nur auf Radomyschl, sondern auf die gesamte Ukraine. Deswegen habe man dem Vereinsnamen auch den Zusatz „Hilfe für unsere Partnerstadt und die Ukraine“ beigefügt.
Ein Dutzend Helferinnen und Helfer gehören dem Verein bisher an. Ludwig hofft, dass sich noch weitere anschließen werden, wenn es bald endlich richtig losgehen kann.
Dankeschön bei der Firma Oni in Lindlar
Weil Oni-Chef Wolfgang Oehm zuletzt immer wieder großzügige Spenden für die Ukraine-Hilfe bereitgestellt hatte, hat er einen besonderen Dank vonseiten des ukrainischen Militärs erhalten. Am Firmenstandort in Lindlar überreichten Igor Prudkov und Valentyna Butulay, die sich seit Kriegsbeginn aus dem Oberbergischen heraus für ihre ukrainische Heimat engagieren, die Präsente.

Georg Ludwig, Igor Prudkov, Valentyna Butulay und Wolfgang Oehm (v.l.).
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Oehm erhielt unter anderem eine Holztafel, auf der das Wappen des Militärs in Charkiw abgebildet ist. Dorthin waren zuletzt Hilfen aus Lindlar gegangen. Zudem hatten Soldaten Kunstwerke aus ausgedienten Patronenhülsen gestaltet. Eine von ihnen erhielt auch Georg Ludwig für sein Engagement.
„Das Fahrzeug, das die Firma Oni damals gespendet hat, ist durch Angriffe beschädigt worden“, musste Prudkov mit Bedauern mitteilen. Diese Nachricht nahm Wolfgang Oehm zum Anlass für folgendes Versprechen: „Ich werde prüfen, ob wir ein weiteres ausgedientes Firmenfahrzeug in die Ukraine schicken können“.
