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Fußball-BezirksligaSV Frielingsdorf freut sich auf das echte Lindlarer Derby

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Norbert Scheider am Spielfeldrand.

Norbert Scheider, Trainer des VfR Wipperfürth, reist mit seiner Mannschaft zum Bezirksliga-Dauerbrenner Niehl.

Norbert Scheider, Trainer des VfR Wipperfürth, zaubert mit Enrico Januschewski einen Mittelstürmer aus dem Hut.   

Auch am zweiten Spieltag der neuen Bezirksliga-Saison steht ein Lindlarer Derby auf dem Spielplan. Der SV Frielingsdorf empfängt am morgigen Sonntag den TuS Lindlar. Der dritte Lindlarer Club, Eintracht Hohkeppel II, gastiert beim Aufstiegsfavoriten SSV Jan Wellem. Last but not least empfängt der VfR Wipperfürth den CfB Ford Niehl.

SV Frielingsdorf – TuS Lindlar (So. 15.15 Uhr)

Nach dem 3:1-Derbysieg in Hohkeppel freut sich ganz Frielingsdorf nun auf das „echte Lindlarer Derby“ gegen den TuS. „Nichts gegen Hohkeppel, aber dieses Derby hat eine Geschichte und elektrisiert die Fans“, erklärt der gastgebende Trainer Andy Dreiner, der von einem Duell auf Augenhöhe ausgeht: „In diesen Spielen gibt es keinen Favoriten. Beide Mannschaften werden Gas geben und es werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Dennoch treten seine Jungs nach dem Auftaktsieg durchaus mit breiter Brust auf: „Natürlich haben wir den Anspruch, dieses Spiel zu Hause für uns zu entscheiden. Aber wir brauchen auch eine Top-Performance und in Hohkeppel war nicht alles perfekt. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber das ist zu diesem frühen Zeitpunkt normal.“ Fehlen werden Niklas Yegin, Luca Everding und Marvin Cortes Fernandez.

Für Gäste-Coach Marcel Besgen kommen die Derbys zu früh. Das hatte er bereits vor der 0:4-Pleite gegen den VfR Wipperfürth betont: „Wir sind aber auf einem guten Weg. Wir haben die Fehler von Sonntag angesprochen und der Kader wird auch wieder größer sein.“ Wichtige Spieler kommen aus dem Urlaub zurück, so dass die Zuversicht vor diesem Prestigederby von Tag zu Tag steigt. „Wir gehen selbstbewusst an die Partie heran. Das sind immer emotionale Spiele und wir müssen es schaffen, die Emotionen zu nutzen und nicht zu groß werden zu lassen.“ Es gelte gegen den SVF, die defensive Struktur besser zu organisieren, in den entscheidenden Zonen Druck auf den Gegner zu bekommen und durch das Umschaltspiel für Entlastung zu sorgen.“

VfR Wipperfürth – CfB Ford Niehl (So. 15.15 Uhr)

Mit dem 4:0-Auftaktsieg im Rücken geht der Kreismeister optimistisch in die Partie gegen das Team aus dem Kölner Norden. „Niehl ist ein Dauerbrenner der Liga. Das kenne ich noch von früher. Damals auswärts auf der Asche. Das waren heiße Spiele“, erinnert sich Trainer Norbert Scheider noch an seine erste Bezirksliga-Amtszeit in der Hansestadt. Nun ist der VfR zurück und die Niehler immer noch da: „Das ist eine erfahrene und spielstarke Mannschaft. Wir müssen genauso engagiert sein wie letzte Woche in Lindlar.“ Dann sind in diesem Duell „auf Augenhöhe“ für seine Jungs auch weitere drei Punkte drin. Routinier Wael Majouj kehrt in den Kader zurück. Dafür fehlen die Stürmer Raul Yorganci und Maximilian Müller urlaubsbedingt. Wohl dem, der da noch einen Offensiv-Joker aus dem Ärmel gezaubert hat. Enrico Januschewski stürmt ab sofort für den VfR. Der 24-jährige Hückeswagener ist wieder in seine Heimat gezogen und spielte zuletzt Landes- und Oberliga in Schleswig-Holstein. „Er trainiert schon länger bei uns mit und hat uns jetzt zugesagt. Das ist der Mittelstürmer, der uns noch gefehlt hat“, schwärmt Scheider. Januschewski spielte unter anderem in der Jugend für Fortuna Köln und bei den Senioren Oberliga in Kaan-Marienborn.

SSV Jan Wellem – SV Eintracht Hohkeppel II (So. 15.30 Uhr)

Eintracht-Trainer Jesse Muambay freut sich auf das Spiel in Bergisch Gladbach: „Das ist das Spiel des Jahres gegen das Topteam der Liga. Wir sind heiß darauf und werden versuchen, sie zu ärgern.“ Dafür müsse man allerdings eine bessere Performance abliefern als am vergangenen Sonntag gegen Frielingsdorf. Da gab es einige Dinge, die besser laufen müssen. „Wir hatten die Chance, in Führung zu gehen. Dafür müssen wir gradliniger und zielstrebiger agieren“, so Muambay, dem zudem das Tempo in Defensive und Offensive gefehlt hat: „Das muss schneller gehen. Und wir müssen mehr agieren als reagieren.“ Gegen Frielingsdorf wirkten Kenneth Eligon und Luka Munetic aus dem Kader der ersten Mannschaft mit. Ob es am Sonntag auch auswärts personelle Verstärkung gibt, entscheidet sich kurzfristig. Neu dabei ist Last-Minute-Neuzugang Jannis Papanikolaou, der zuletzt beim 1. FC Düren II Landesliga spielte.