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In Lindlar wurde es nostalgischGemeinsame Zeitreise in die späten Siebzigerjahre

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Erster Treffpunkt war die Schule.

Der Abschlussjahrgang von 1976 der Realschule in Lindlar traf sich 50 Jahre nach der Zeugnisübergabe nach langer Zeit wieder.

Eine echte Zeitreise haben ehemalige Schülerinnen und Schüler der Realschule Lindlar am vergangenen Wochenende erlebt. Die 15 Frauen und Männer der Geburtsjahrgänge 1959, 1960 und 1961 statteten ihrer früheren Schule am Wilhelm-Breidenbach-Weg einen gemeinsamen Besuch ab – genau 50 Jahre nach ihrem Abschluss als Mitglieder der damaligen Klasse 10a.

26 junge Menschen hatten in jenem Jahr ihre Realschule-Karriere beendet, in dem der Popgruppe ABBA der weltweite Durchbruch gelang und in der Bundesrepublik die Anschnallpflicht eingeführt wurde. Drei ehemalige Klassenkameraden sind bereits verstorben. Für das Trüppchen war es indes nicht das erste Wiedersehen nach dem Abschlusszeugnis – das erste Mal kamen die Ehemaligen 1996 zusammen und danach natürlich im Jahr 2001, zum 25. Jahrestag ihrer Schulentlassung. Bei der Begegnung letzte Woche beschloss man nun, sich künftig alle zwei Jahre zu verabreden, verrät Elke Bartschat, die das Programm für das Goldene Klassentreffen auf die Beine gestellt hatte.

Die Klassenräume sind kaum wiederzuerkennen

Treffpunkt war natürlich die Realschule, wo die stellvertretende Schulleiterin Sabine Rannacher die Jubilare in Empfang nahm und sie durch Räume führte. Der Physikraum, der einst in Hörsaalbauart den ausgezeichneten Blick auf die Experimente gewährleistete, ist längst umgebaut, und auch den Kunstraum erkannten die Jubilare kaum wieder. Anders war es beim letzten Klassenraum der früheren Klasse 10a – nur bei der Rekonstruktion, wer nun wo gesessen hatte, konnte man sich nicht einigen, wie Bartschaft lachend berichtet. Und auch mit den modernen Multimediatafeln, längst Ersatz für die Schieferexemplare, konnten sich die Ehemaligen nicht auf Anhieb anfreunden.

Für viel Gesprächsstoff sorgten jedenfalls auch diesmal die gemeinsamen Erinnerungen an die Abschlussfahrt, die die damals 16- und 17-jährigen Lindlarer nach Südfrankreich und nach Paris geführt hatte.

„Die Stimmung war überhaupt sehr locker und lustig, auf keinen Fall steif, starr und unsicher, wie man das vielleicht von einem Klassentreffen nach so langer Zeit erwarten würde", blickt Elke Bartschat zurück. Die ganz große Mehrheit der Jubilare hat es übrigens nach ihrer Schulzeit nicht in die große weite Welt verschlagen – sie leben nach wie vor in Lindlar, zumindest aber im Bergischen Land. Die weiteste Anreise nahm eine frühere Schulkameradin aus der Eifel auf sich.

Die Schule blieb nicht die einzige Zeitreise an diesem Tag

Nach dem Besuch der Schule drehte die Gruppe noch eine Runde durch den Park, stieß im Pavillon auf das Wiedersehen an und machte sich dann auf den Weg in den Ortskern, wo im Restaurant Biesenbach zusammen gegessen und gemütlich geplaudert wurde. Das Haus an der Kirche war bereits 1996 Kulisse für das allererste Klassentreffen der Gruppe gewesen. Und genau dort erlebte die Gruppe auch gleich die nächste Zeitreise, denn auch Wirt Reimund Biesenbach konnte eine ganze Menge Anekdoten und Erinnerungen an Ereignisse und Personen aus den späten Siebzigerjahren beisteuern.

Elke Bartschaft spricht von einer gelungenen Feier des goldenen Abschlussjubiläums, einem Tag, voll gepackt mit Gesprächen über gute gemeinsame Jahre und Erinnerungen, die die Truppe zeitlebens verbinden wird. Und die beste Botschaft: Bereits in zwei Jahren wird man sich wiedersehen. (sfl)