Eine gute Nachricht konnte Lindlars Kämmerin Cordula Ahlers im Haupt- und Finanzausschuss verkünden.
Lindlarer HaushaltFünf Millionen Euro mehr aus der Gewerbesteuer

Ein Hoffnungsschimmer für den Lindlarer Haushalt ist eine zusätzliche Einnahme aus der Gewerbesteuer.
Copyright: Lenzen
Der Lindlarer Nothaushalt, der ein Minus von rund zehn Millionen Euro ist genehmigt, teilte Kämmerin Cordula Ahlers am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss mit. Es habe keine Beanstandungen beim Haushaltssicherungskonzept gegeben. Somit könne die Verwaltung ab Montag, wenn die Veröffentlichung erfolgt sei, wieder in allen Bereichen regulär arbeiten.
Nach der Haushaltssperre, die mit dem Jahresende aufgehoben war, gab es nur eine vorläufige Haushaltsführung im Nothaushalt, das heißt, viele Ausgaben konnten nicht erfolgen, erläuterte Ahlers im Gespräch mit dieser Zeitung.
Kämmerin hofft, dass Situation bis zum Jahresende so bleibt
Und eine erfreuliche Nachricht verkündete sie bei der Vorstellung des Quartalsberichtes ebenfalls. Eigentlich ging es um die Zahlen des ersten Quartals, da das zweite aber ja schon fast vorbei sei, wolle sie einen aktuellen Ausblick geben. Durch Nachveranlagungen aus dem Jahr 2024 habe die Gemeinde Einnahmen aus der Gewerbesteuer erhalten, so dass sich die aktuelle Situation um fünf Millionen Euro zur Planung verbessert habe. Zum Herbst hin könne es auch wieder schlechter aussehen, aber sie hoffe, diese Verbesserung mit in den Jahresabschluss übernehmen zu können.
Damit beträgt das Haushaltsdefizit zurzeit fünf Millionen Euro. Aber das könne sich sehr schnell wieder ändern, wenn bei anderen Unternehmen die Nachveranlagungen zu einer Rückzahlung der Gewerbesteuer führen würden. „Es ist manchmal wie bei einem Ping-Pong-Spiel, die Gewerbesteuereinnahmen lassen sich nur sehr schwer kalkulieren“, so Ahlers. Bei aller Freude wisse, dass es nur eine Momentaufnahme ist.
