Zukunft gewissViele Sorgen plagen den Schäferhundverein Kotthausen

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In der Gemeinde Marienheide steht der Schäferhundverein Kotthausen vor einer ungewissen Zukunft. Das 60-jährige Bestehen sind für Ute Neuhoff mit Rex (von links), Heinz Werner Burgardt sowie Fred Jansen mit Flocke kein Grund zu feiern.

In der Gemeinde Marienheide steht der Schäferhundverein Kotthausen vor einer ungewissen Zukunft. Das 60-jährige Bestehen sind für Ute Neuhoff mit Rex (von links), Heinz Werner Burgardt sowie Fred Jansen mit Flocke kein Grund zu feiern.

60 Jahre gibt es die Ortsgruppe des Schäferhundvereins in Marienheide-Kotthausen. Ein Grund zum Feiern ist das für die Mitglieder nicht.

Der Verein für Deutsche Schäferhunde SV-Ortsgruppe Kotthausen, zugehörig zum Dachverband Weltunion der Schäferhundvereine in Augsburg (SV/WUSV), feierte im Sommer dieses Jahres 60-jähriges Bestehen.

Mehr als die Hälfte dieser Zeit war Heinz Werner Burgardt fester Bestandteil des Vereins, 34 Jahre lang lenkte er auch die Geschicke als erster Vorsitzender. Aus gesundheitlichen Gründen muss er nun aber das Zepter abgeben und seit Anfang dieses Jahres übernahm seine Stellvertreterin Silke Bernhardt-Woelki kommissarisch die Funktion als Vereinsvorsitzende.

Vorsitzender Heinz Werner Burgardt legt sein Amt in Kotthausen nach 34 nieder

Burgardt möchte die Gelegenheit nutzen, und neben seinen Mitstreitern aus dem alten Vorstand und im Verein auch den Landwirten in der Umgebung für die reibungslose Zusammenarbeit zu danken. Der 85-Jährige sagt: „Ich kenne die Landwirte im Umkreis seit vielen Jahren und habe mit ihnen zusammen immer eine Möglichkeit gefunden, auf einem ihrer Felder unsere Hunde in der Fährtenarbeit auszubilden." Denn das Gelände, das der Verein seit vielen Jahren gepachtet hat, kennen die Hunde „wie ihre Westentasche“ und sind mit allen Gerüchen vertraut.

Nach mehr als 40 Jahren aber wird Burgardt nun den Verein verlassen – mit ihm zum Jahresende gehen wird auch Fred Jansen, der Anfang der 2000er in die Ortsgruppe Kotthausen eingetreten war. Zusammen hatten sie einige Dinge vorangebracht, um den wiederkehrenden Vandalismus, vor allem am Vereinsheim, Einhalt zu gebieten.

Sechsmal ist bei dem Kotthauser Verein innerhalb eines Jahres schon eingebrochen worden

So hatten sie an einem Container, in den mehrmals eingebrochen worden war, einen eisernen Einbruchsschutz montiert und Jansen hatte das Vordach mit Überwachungskameras ausgestattet. „Allein innerhalb eines Jahres wurde hier sechsmal eingebrochen. Das ist zum Glück drei Jahre her. Aber vor rund sechs Monaten wurde unter anderem eine große Glasscheibe an einer Seitenwand des Vordachs zerstört. Das muss noch ersetzt werden“, erzählt Jansen.

Neben dem Vandalismus plagen den Hundesportverein, aber auch Nachwuchssorgen. Es gebe zwar viele Anfragen, aber die Bereitschaft, sich einem Verein zu verpflichten, sei heute nicht mehr so groß, wie es früher einmal war, weiß Burgardt. „Vor 40 Jahren liefen hier sonntags um die 40 Schäferhunde rum. Heute sind es vielleicht noch elf bei offiziell 18 Mitgliedern“, so Burgardt.

Wie es künftig in dem seit 60 Jahren bestehenden Hundesportverein, der neben Erziehungskursen, Fährtenarbeit und Unterordnung, das Trainieren der Grundkommandos, anbietet, weitergehen wird, wird der neue Vorstand, der Anfang kommenden Jahres im Rahmen der Jahreshauptversammlung gewählt werden soll, entscheiden.

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