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Kempershöher ReitertageSportliche Highlights und ein rasantes Ponyrennen

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Julia Neuhoff kommt aus der Kurve vor ihrer Konkurrentin Katharina Philipp auf Anton für die RSG Hoppe.

Vor den vollbesetzten Zuschauerrängen setzte such Julia Neuhoff auf Tatjenna bei den größeren Ponys durch.

Der LZuRV Bergische Höhe in Marienheide-Kempershöhe bot an drei Tagen 38 Prüfungen bis in die schweren Klassen    

Bevor sie 18 Jahre alt werde, wollte sie es noch einmal wissen, sagt Julia Neuhoff. Auf Tatjenna, einem Schulpferd aus der Reitschule ihrer Familie,   gewann die 17-Jährige die zweite Abteilung des Ponyrennens. „Dem Pferd macht es Spaß und ich muss einfach nur laufen lassen“, erklärt sie ihre Erfolgsformel, die sie bereits vor zwei Jahren einsetzte.

Die Reiterin der Bergischen Höhen hatte zuvor schon mit ihrem Pferd Ladybug mit Rang drei   in der Springprüfung Klasse A** mit steigenden Anforderungen und in der L*-Dressur als Zehnte Platzierungen verbucht. Nun siegte sie bei den großen Ponys, während sich Salome Challand (Förderkreis Dressur Bergisches Land) bei den kleineren Ponys durchsetzte. Ganz spontan sei sie auf die Idee gekommen mitzumachen, erzählt die 21-Jährige. Sie startete auf dem Reitschulpony Magnum der Reitschule Biesenbach und gab zu, ein bisschen aufgeregt gewesen zu sein.

Das Ponyrennen ist ein Zuschauermagnet beim Reitturnier der Bergischen Höhen

Das Ponyrennen mit 18 Teilnehmerinnen war am frühen Sonntagnachmittag erneut ein Zuschauermagnet bei den dreitägigen Kempershöher Reitertagen des LZuRV Bergische Höhen. Die hatten in Springen und Dressur in den insgesamt 38 Prüfungen bis hin zu den schweren Klassen einiges zu bieten. Parallel fanden auf den beiden Plätzen die Prüfungen in Dressur und Springen statt.

Was die Nennungen angehe, sei der Verein noch nicht auf dem hohen Niveau aus der Vor-Corona-Zeit, aber steigere sich   von Jahr zu Jahr, sagt Alexandra Zimmer, Geschäftsführerin der Bergischen Höhen.

Vorsitzender Uwe Theunissen freut sich in jedem Jahr auf das Turnier

30 bis 40 Helfer waren an den drei Tagen im Einsatz. Bis auf die Meldestelle, die in diesem Jahr erstmals ausgelagert war, lag alles in Händen der Vereinsmitglieder, die auch die komplette Verpflegung organisierten und betreuten. Nach der Ausschreibung des Turniers im März beginnen langsam die Vorbereitungen, ehe in der letzten Woche vor dem Turnier an jedem Tag gearbeitet werde, so Zimmer.

„Wir freuen uns in jedem Jahr auf das Turnier“, sagt Vorsitzender Uwe Theunissen und zeigte sich stolz über seine Mannschaft und die Sponsoren, die seit gut 40 Jahren dafür sorgten, dass das Turnier stattfinden könne. So gebe es in jedem Jahr eine Steigerung, auch wenn die Zahl der Reiter mit eigenen Pferden rückläufig sei. Das erklärt Theunissen mit gestiegenen Kosten, aber auch mit der geänderten Freizeitgestaltung. Die Jugendlichen hätten länger Unterricht in der Schule und damit bleibe weniger Zeit, um sich um die Pferde zu kümmern. Es gebe aber nicht nur drei Schulpferde, sondern man bemühe sich auch über das Voltigieren, Nachwuchs an den Verein zu binden. Wichtig ist dem Vorsitzenden zudem, dass im Vorstand junge Leute sind, denn die brächten   neue Ideen ein.

Langjährige und verdiente Mitglieder wurden geehrt

Auch die Verdienste von Uwe Theunissen wurden hervorgehoben. Marienheides  Bürgermeister Sebastian Heimes zeichnete ihn für 50 Jahre bei den Bergischen Höhen aus. „Ohne ihn geht hier gar nichts“, so Heimes. Theunissen sei ein Vorsitzender mit ganz viel Leidenschaft und   im Sattel groß geworden. Er besitze ein großes Netzwerk und kümmere sich um alles.

Der Bürgermeister und die Geehrten haben sich zum Foto aufgestellt.

Bürgermeister Sebastian Heimes (r.) ehrte den Vereinsvorsitzenden Uwe Theunissen (2.v.r.). Ausgezeichnet wurden zudem Matthias Wittke, Ute Kriegeskorte, Janine Berndt und Kira Damnowski (v.r.).

Ebenfalls für 50 Jahre im Verein wurde Ute Kriegeskorte geehrt. Sie kümmert um die Jugend und als Tierärztin   um das Wohl der Pferde. 40 Jahre dabei ist Matthias Wittke, dem zudem zu einem Erfolg gratuliert wurde. Am Tag zuvor hatte ein von ihm und seiner Lebensgefährtin Anke Reininghaus ausgebildetes Pferd, beim hochdotierten Jungpferdeturnier in Goch bei den Sechsjährigen den sechsten Platz belegt. Geritten von Richard Vogel, der Nummer zwei der Weltrangliste.

Für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Kira Domnowski und Janine Berndt ausgezeichnet. Die weiteren Jubilare Inge Kotz und Vera Pütz (beide 40 Jahre) sowie Georg Vor (50 Jahre) waren nicht vor Ort.

Ricarda Sürth beim Sprung.

Ricarda Sürth (RTG Silberberghof) gewann auf Quality Caretino am Samstag das S*-Springen der Amateure und startete beim Preis der Bergischen Höhen.

Anschließend fand mit dem „Großen Preis der Bergischen Höhen“, einem Springen der Klasse S* mit Stechen, der sportliche Höhepunkt statt und rundete vor den Prüfungen des Nachwuchses das Turnier ab. Am Start war Ricarda Sürth (RTG Silberberghof), die auf Quality Caretino   am Samstag die Punktespringprüfung der Klasse S* für Amateure und U 25-Reiter gewonnen hatte. Diesmal lief es im zunehmenden Regen nicht so gut für sie und mit zwei Abwürfen verpasste sie das Stechen. Das dominierte Lisa Kreutzer (RFV Burscheid-Paffenlöh), die nicht nur siegte, sondern sich gleich dreimal unter den ersten Fünf platzierte. Sie hatte am Tag zuvor schon das S*-Springen gewonnen.

In der S*-Dressur Kandare wurde Jan Christian von der Heydt (Förderkreis Dressur Bergisches Land) auf Rock of Magic Zweiter.