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ReparaturDie Uhr am Turm der Morsbacher Basilika ist seit einem Jahr aus dem Takt

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Die Basilika St. Gertrud hat ihren Platz im schmucken Oberdorf von Morsbach und sie ist eine der beiden Hauptkirchen in der neuen Großpfarrei St. Michael (Waldbröl) und eben St. Gertrud. Die Uhr an ihrem Turm ist seit mehr als einem Jahr kaputt.

Die Basilika St. Gertrud hat ihren Platz im schmucken Oberdorf von Morsbach und sie ist eine der beiden Hauptkirchen in der neuen Großpfarrei St. Michael (Waldbröl) und eben St. Gertrud. Die Uhr an ihrem Turm ist seit mehr als einem Jahr kaputt.

Doch jetzt hat Kaplan Markus Brandt angekündigt, er bemühe sich um eine Spende für die Instandsetzung. Immer wieder gab es Anfragen deswegen.

Erst sind es zwei, drei Minuten. Dann aber gerät die Zeit in Morsbachs idyllischem Oberdorf völlig aus dem Takt. Weil aber die Tage der alten Pfarreiengemeinschaft Morsbach – Friesenhagen – Wildbergerhütte gezählt sind und in Oberbergs katholischem Süden die Gründung der neuen Großpfarrei St. Michael und St. Gertrud ein neues Zeitalter einläuten soll, bemerkt offenbar erstmal niemand, dass die Uhr am Turm der Basilika St. Gertrud den Geist aufgegeben hat. Man ist eben mit anderem beschäftigt.

An der Basilika St. Gertrud in Morsbach ist seit mehr als einem Jahr die Kirchturmuhr kaputt. Die Zeiger landen höchstselten auf der richtigen Uhrzeit. Jetzt soll der Zeitmesser auf Vordermann gebracht werden.

An der Basilika St. Gertrud in Morsbach ist seit mehr als einem Jahr die Kirchturmuhr kaputt. Die Zeiger landen höchstselten auf der richtigen Uhrzeit. Jetzt soll der Zeitmesser auf Vordermann gebracht werden.

Ein Jahr ist das nun her. Aber: Bald schon soll wieder alles in Ordnung sein. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, verrät Kaplan Markus Brandt und verweist darauf, dass er in der kommenden Woche einen Termin mit einem Morsbacher habe, der im Verborgenen seiner Heimatgemeinde bereits viel Gutes getan haben soll. Den Namen kennen nur wenige.

„Danach wird die Uhr sicher bald wieder betriebsbereit sein“, erklärt Brandt, der als Pfarrverweser die Aufgaben von Pfarrer Tobias Zöller übernommen hat. Dessen eigene Bitte an das Kölner Erzbistum, ihn von seinen seelsorgerischen Aufgaben und den leitenden Posten zu entbinden, hat im vergangenen Sommer zudem Verwirrung gestiftet.

Das Erzbistum Köln kann die Kosten der Instandsetzung in Morsbach nicht begleichen

Doch nicht nur den Gläubigen in Morsbach ist es ein großes Bedürfnis, dass das Zeitwerk am Wahrzeichen richtig tickt. Sowohl Kaplan Brandt als auch Mitglieder des neuen sowie des alten Kirchenvorstands berichten von vielen Anfragen dazu. Das Erzbistum lässt auf Nachfrage der Redaktion erklären, dass solche Reparaturen heute nicht mehr gefördert – sprich: vom Erzbistum bezahlt – werden.

„Wir sprechen da von ungefähr 2900 Euro“, sagt Vorstandsmitglied Jürgen Schmitz. „Kaputt und nicht mehr zu reparieren ist die Funktechnik, die beide Zeiger in Bewegung hält.“ Die ruckeln indes immer noch, sodass die Kirchturmuhr dann doch wechselnde Zeiten anzeigt. Schmitz betont: „Die Glocken haben dagegen jederzeit richtig geschlagen.“ Auch ihn ärgere das lange Warten auf die Instandsetzung, „vor allem in der Zeit eines so großen Umbruchs“.

Michael Dietershagen, zwar nur noch im örtlichen Gemeinderat vertreten, aber immer noch zuständig für technische Dinge und kirchliche Liegenschaften, fehlt derweil das Verständnis für das Vorgehen des Erzbistums: „Es ist so viel Geld in die Fusion der neun Pfarreien zu einer einzigen Großpfarrei gepumpt worden, aber für eine gewöhnliche Instandsetzung ist kein Betrag übrig.“ Das sei eine echte Posse.

Pfarrverweser Markus Brandt spricht dagegen Klartext: „Die Pfarrei St. Gertrud war schlichtweg pleite, sonst hätten wir die Reparatur längst in die Hand genommen.“ Der Kaplan weilt übrigens nur noch eine gewisse Zeit in Oberberg-Süd: Am 1. September 2026 tritt sein Nachfolger Dominik Rieder den Dienst in der Großpfarrei mit den Hauptkirchen St. Michael in Waldbröl und eben St. Gertrud in Morsbach an. Die feierliche Einführung ist in Waldbröl geplant für Sonntag, 13. September 2026.