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Neue Fahrzeuge zu breitMüllwagen kommt nicht mehr in den Stockhardtweg

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Remmelsohl – Der Weg ist eng – das sieht jeder, der in den Stockhardtweg in Gummersbach-Remmelsohl einbiegt. Kaum Platz für größere Fahrzeuge – und genau das ist jetzt auch das Problem der Firma Lobbe Entsorgung, die hier im Auftrag des Abfall-, Sammel- und Transportverbandes Oberberg (Asto) hier den Müll abholt. „Eigentlich“, sagen Asto-Geschäftsführer Burkhard Rösner und Lobbe-Pressesprecherin Bärbel Weist übereinstimmend, „hätte da nie ein Müll-Lkw reinfahren dürfen.“

Und trotzdem ärgert sich Anwohner Manfred Gerlach, denn jetzt ist genau das passiert: Seit einigen Wochen kommt der Müllwagen nicht mehr bis vor seine Haustür und die seiner Nachbarn. „Seit 50 Jahren war das alles kein Problem“, sagt der 79-jährige Elektromeister. Erst jetzt, da die neuen Wagen kommen, heiße es plötzlich: „Wir kommen da nicht mehr rein.“ Stattdessen müssen Gerlach und seine Nachbarn die Mülleimer nun nach vorne zur Remmelsohler Straße bringen.

Tatsächlich stelle Lobbe gerade seine Flotte um, bestätigt Bärbel Weist – von Frontladern auf sogenannte Seitenlader: „Wir haben im Asto-Gebiet derzeit fünf Fahrzeuge mit dieser Technik im Einsatz. Zehn weitere Fahrzeuge werden noch ausgetauscht.“ Statt die Mülltonnen von der Seite aufzunehmen, vorne über die Windschutzscheibe zu heben und nach hinten auszukippen, halten die neuen Fahrzeuge neben den Tonnen und kippen sie von der Seite aus.

„Der Platz, den wir dadurch mehr brauchen, ist gering – gerade einmal zehn bis 20 Zentimeter“, sagt Weist. Ein kleiner Unterschied, der im Stockhardtweg aber ausschlaggebend sei. Der Weg sei 2,50 Meter breit: „Normalerweise beträgt die Mindestbreite 3,05 Meter, laut Berufsgenossenschaft sogar 3,50 Meter“, betont die Lobbe-Sprecherin. Schon bisher habe der Wagen die Hecke berührt. „Jetzt geht es einfach nicht mehr: Wenn wir da weiter reinfahren und es passiert etwas, wäre immer der Fahrer mit im Boot.“

Auch der Asto als Auftraggeber sieht keine Handhabe, Lobbe da Vorschriften zu machen. „Bei unserer europaweiten Ausschreibung, die Lobbe mit seinem Angebot gewonnen hat, konnten wir nicht festlegen, welche Technik zum Einsatz kommt“, stellt Geschäftsführer Rösner klar. Natürlich gebe es kleinere Müllfahrzeuge, wie sie zum Beispiel in Großstädten wie Köln im Einsatz sind. „Im ländlichen Raum lässt sich damit aber einfach nicht wirtschaftlich arbeiten“, ist Rösner überzeugt. „Und wenn wir das trotzdem so ausschreiben würden, würde es am Ende einfach viel, viel teurer. Das sind Mehrkosten, die dann alle über wesentlich höhere Müllgebühren bezahlen müssten.“ Und das, betont Rösner, für einige wenige der etwa 4000 Straßen im Asto-Gebiet.

Weitere Beispiele dafür, dass der Einsatz von Seitenladern ähnliche Konsequenzen wie für Manfred Gerlach im Stockhardtweg hat, seien bisher nicht bekannt, sagen Rösner und Weist.