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KinderbücherAutorin Pfesdorf aus Nümbrecht hat ein neues Buch veröffentlicht

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Elke Pfesdorf sitz auf einer Couch. In der Hand ein Buch und einen Hockeyschläger. Neben der Couch ist ein kleines Tor zusehen, in dem ein Pinguin steht.

Bei den Lesungen aus den Eishockey-Büchern hat Elke Pfesdorf immer die passende Ausrüstung dabei. Als Mutter zweier Hockeyspieler stand sie früher auch selbst auf dem Eis.

Aus Nümbrecht bringt Kinderbuchautorin Elke Pfesdorf einen neuen Band ihrer beliebten Pinguin-Reihe heraus.

Als Elke Pfesdorfs Söhne, Tarek (heute 28) und Wieland (25), noch klein waren, spielten sie im TuS Wiehl begeistert Eishockey. Und Elke Pfesdorf war Teil des „legendären Mütterteams“, das einmal im Jahr gegen die Kids antrat, wie Elke Pfesdorf lachend berichtet. „Wir hießen ‚Die Bandenknaller‘ und hatten alle die Nummer 08/15 auf dem Trikot, um den Schiri zu verwirren.“

Die aktive Zeit auf dem Eis ist im Hause Pfesdorf längst Vergangenheit, doch das heißt nicht, dass Eishockey kein Thema mehr ist. „Passend zum Winter und zur laufenden Saison hat die Werkstatt der Pfesis ein neues Eishockeybuch veröffentlicht“, berichtet die Nümbrechter Autorin und Kita-Erzieherin.

Von den „Bandenknallern“ zur Kinderbuchreihe über Teamgeist

Es ist bereits der vierte Band der Pinguin-Reihe für Kinder ab acht Jahre, in denen es um Freundschaft und Teamgeist geht. 2008 wurde der erste Teil veröffentlicht, damals im „R. Brockhaus Verlag“. Nun gibt es einen Neustart. „Ich habe meine Rechte inzwischen zurück, und die Bücher haben eine Frischekur mit neuen Bildern und Layout bekommen“, berichtet Elke Pfesdorf. „Bei diesen Werken machen wir alles selbst.“

Ehemann Mann Reiner lektoriert, kümmert sich um das Layout und hat die Fotos der ersten beiden Bände beigesteuert. Dazu passend gibt es zwei Ausmalbücher, die die Pfesdorfs ebenfalls selbst verantworten. Alle vier Teile der Reihe gibt es nun im Selbstverlag als Books on Demand.

Bei diesen Werken machen wir alles selbst.
Elke Pfesdorf, Erzieherin und Autorin

Ganz wunderbar findet es die Autorin, dass eines der Bücher es bis nach Crimmitschau geschafft hat. In der sächsischen Partnerstadt Wiehls nahe der tschechischen Grenze wird anlässlich des bundesweiten Vorlesetags regelmäßig von der dortigen Eishockeymannschaft, den Eispiraten, aus dem Buch vorgelesen. Aber auch zu Hause in Oberberg macht sie Werbung für den Sport. „Ich habe immer mal wieder Lesungen aus den Pinguin-Büchern und bringe Ausrüstungsgegenstände mit, die die Grundschulkinder anziehen können. Das ist immer eine schöne Sache.“

Mehr als 20 Bücher sind der Fantasie der Nümbrechterin mittlerweile entsprungen, doch das heißt nicht, dass ihr nichts mehr einfällt. Im August erscheint das Vorlesebuch „Wilde Tage in der Kita“. Es handelt von Lu und ihrem verrückten Kindergarten, kündigt Elke Pfesdorf an. „Diese Kita wurde nämlich in ein ehemaliges Parkhaus gebaut und über die Rampen düsen die Kinder mit ihren Bobbycars.“

Und dann ist da noch die Geschichte, die in Köln spielen könnte, sich an ältere Kinder   richtet und vielleicht einmal ein Roadmovie wird. „Diese Idee ist noch im Anfangsstadium. Ich bin selbst gespannt, was daraus wird.“


Kunst zum Buch

Die Buchhandlung „Lesezeichen“ und der evangelische Kindergarten Arche   in Nümbrecht haben ein besonderes Projekt am Start, wie Erzieherin Elke Pfesdorf berichtet. „Das Schaufenster des Buchladens von Nicola Stolle-Erdmann wurde von den Kita-Kindern gestaltet.“

Bücher und Zeit zum Vorlesen gehörten natürlich zum Projekt dazu. „In kleinen Gruppen lauschten die Kinder den Geschichten und tauschten sich aus: Oh, ob dem Hasen das gefällt? Der schaut ganz komisch!“ Anschließend konnten die Kinder aus einem bunten Materialangebot wählen.

Passend zu den Bilderbüchern entstanden Figuren, Bäume und Wattewolken, berichtet Pfesdorf. In einem großen Bilderrahmen wurden alle Werke rund um das entsprechende Buch angeordnet. „Wenn der Frühling ins Land zieht, werden die Bilderrahmen zurück in den Kindergarten wandern, um dort im Rahmen einer Buchausstellung gezeigt zu werden.“