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Nümbrechter Landtagsabgeordneter„In der Politik kann man das erst recht nicht planen“

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Löttgen dpa

Bodo Löttgen

  1. Bodo Löttgen wird am Sonntag 60 Jahre alt.
  2. Frank Klemmer sprach mit dem Nümbrechter Landtagsabgeordneten, der seit fast zwei Jahren Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion ist, vor seinem Geburtstag auch über die Auswirkungen der Politik auf die Partyplanung.

Nümbrecht – Bodo Löttgen wird am Sonntag 60 Jahre alt. Frank Klemmer sprach mit dem Nümbrechter, der seit fast zwei Jahren Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion ist, vor seinem Geburtstag auch über die Auswirkungen der Politik auf die Partyplanung.

Herr Löttgen, Sie haben am 5. Mai Geburtstag – passend zum laufenden Wahlkampf ist das ja auch der Europatag. Hat das die Planung Ihrer Geburtstagsfeier schon mal beeinflusst?

Der Europatag nicht, aber die Politik und die damit verbundenen Verpflichtungen schon eher. Vor zwei Jahren zum Beispiel, als Angela Merkel am Tag vorher im Landtagswahlkampf in Waldbröl aufgetreten ist.

Und wie ist es in diesem Jahr?

Der Landesparteitag am Samstag hätte die Geburtstagsvorbereitung erschwert, daher feiere ich eine Woche später, mit Familie, Freunden und Wegbegleitern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Ich freue mich über viele Zusagen von Mitgliedern der Landesregierung und meiner Fraktion.

Ein runder Geburtstag ist eine Gelegenheit zu einem Rückblick: Hätte sich der 50-jährige Landtagsabgeordnete damals vorstellen können, in den folgenden zehn Jahren zuerst NRW-Generalsekretär und dann CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag zu werden?

Nein, so etwas kann man sich nicht vorstellen – und in der Politik kann man das erst recht nicht planen. Umso mehr bin ich dankbar dafür und freue mich, dass ich diese Aufgaben übernehmen durfte.

Das heißt, es gibt keine Pläne für die Zukunft – also für die nächsten fünf oder zehn Jahre?

Ganz genau. Wir haben in der Koalition eine sehr angenehme, freundschaftliche Atmosphäre und in zwei Jahren bereits einiges von dem erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Es verbleiben jedoch noch reichlich Aufgaben aus dem Koalitionsvertrag. Daher richtet sich mein Blick jetzt erst einmal auf die kommenden drei Jahre.

Eine solche Atmosphäre in einer Koalition ist bei nur einer Stimme Mehrheit im Landtag nicht selbstverständlich . . .

Gewiss nicht – und trotzdem geht das, mit Disziplin und Kollegialität. Manchmal führt der, in der Sache harte, aber meist faire Umgang zwischen Regierungsfraktionen und Opposition auch zu Ergebnissen, die viele so nicht erwartet hätten. Wie beim Polizeigesetz, dem auch die SPD zugestimmt hat.