Auch der FV Wiehl liegt mit 2:0 vorne und muss sich am Ende mit der Punkteteilung zufrieden geben.
Fußball LandesligaSSV Nümbrecht verspielt 2:0-Führung trotz Überzahl

Die Nümbrechter führten zwar mit 2:0, agierten aber nicht engagiert genug und mussten den Ausgleich hinnehmen. Es war der erste Punktverlust auf der neuen Anlage.
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In der ersten Partie des 17. Spieltags trennten sich der SSV Nümbrecht und der TuS Marialinden am Freitag 2:2-Unentschieden. Das war gleichzeitig der erste Punktverlust des SSV auf der heimischen Anlage. Der FV Wiehl musste sich gegen den 1. FC Spich nach 2:0-Pausenführung ebenfalls mit einem Remis zufriedengeben.
FV Wiehl - 1. FC Spich 2:2 (2:0)
Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten sahen die über 100 Zuschauer in Wiehl. „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt und hatten alles im Griff“, erklärte Trainer Sascha Mühlmann. Jan Peters traf aus 14 Metern ins Toreck und erhöhte nach einem Foul an ihm selber per Elfmeter auf 2:0. Aufgrund der Spielanteile wäre auch mehr möglich gewesen, die beste Chance zum 3:0 hatte Collins Ihekaire. „Wir hatten sehr gute Ballbesitzphasen und haben auch gegen den Ball sehr gut gearbeitet und nichts zugelassen“, so Mühlmann. Nach dem Wechsel kam Spich wie verwandelt aus der Kabine. Ein offensiver Ballverlust und ein Eigentor aus dem Gewühl führten zum Ausgleich und Torhüter Justin Broy verhinderte Schlimmeres. Ab der 75. Minute bekamen die Gastgeber das Spiel wieder besser unter Kontrolle und hatten Chancen durch Collins Ihekaire und Yannik Clemens. Mühlmann: „Das war schade aufgrund der ersten Halbzeit, aber unterm Strich gerecht.“
Tore: 1:0, 2:0 Peters (9., 33. Elfmeter), 2:1 Kirst (47.), 2:2 Gültekin (58. Eigentor).
FV Wiehl: Broy; Schwarz, Stoffel, Peters, Liebelt (90.+2 Skoro), Marks, Schurzmann (73. Zwiebel), Yildirim (83. Riske), Dabringhausen (61. Y. Clemens), Gültekin, Ihekaire.
SSV Nümbrecht - TuS Marialinden 2:2 (2:0)
Nach sechs Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Tom Gatzmange aus Windeck die Partie ab. Der Gast aus Marialinden jubelte und der SSV sowie die 200 Zuschauer waren bedient. Nach einem blutleeren und fehlerbehafteten Auftritt war der SSV mit dem Punkt bestens bedient. Dabei lief die erste Hälfte statistisch nach Plan. Bereits früh agierten die Nümbrechter in Überzahl, nachdem Jose Avalo Rot sah (9. Notbremse gegen Niklas Goße). Dem SSV gab dies keinerlei Sicherheit und Keeper Julian Schoepe musste dreimal in höchster Not parieren. Erst nach einer Ecke von Felix Klein sorgte Henry Schäumer für die mehr als schmeichelhafte Führung. Felix Klein (38.) selbst legte per Konter nach (41.). Das Resultat trügte aber und der Gast blieb im Spiel.
Und Marialinden hat mit Andre Peters einen Ausnahmestürmer, der durch seine Tore dem Gast einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf sichern sollte. Zweimal stand der 32-Jährige goldrichtig und traf den SSV ins Mark. Dem SSV, der den Ausgleich durch einen Fehlpass im Spielaufbau einleitete, fiel in der zweiten Hälfte wenig ein. Die Angriffe endeten meist weit vor der Box und die langen Angriffsbälle landete allesamt beim Gegner, der aufopferungsvoll kämpfte. „Wie haben heute Charakter und Herz gezeigt ich bin mehr als stolz auf die Jungs“, erklärte Gästetrainer Maik Alzer, der Nümbrecht 2015 in die Landesliga führte.
Sein Gegenüber Marcus Voike, der mit Alzer in Windeck zusammenspielte, war bedient: „Wir waren heute nicht auf dem Platz. Bis auf unseren starken Torhüter hat kein Spieler auch nur annähernd seine Leistung gebracht.“ Und auch die Überzahl war in der Form kein Vorteil für sein Team: „Wir hatten keinerlei Tempo im Spiel und dann kann der Gegner das auf dem kleinen Platz leicht verteidigen“ Es gelte nun, den gebrauchten Tag schnell zu vergessen. Der Nümbrechter Julian Schwarz im Trikot des Gastes freute sich über den Punkt und feierte in seinen 34. Geburtstag hinein.
Tore: 1:0 Schäumer (38.), 2:0 Klein (41.), 2:1, 2:2 A. Peters (58., 75.).
SSV Nümbrecht: Schoepe; Bauerfeind, Brummenbaum, Sievers (54. Grünberg), Goße (87. Kania), Seinsche, Hennecken (63. Zaki), Oyama (68. Trommler), Schäumer, Adamietz, Klein (63. P. Rüttgers).

