Immer mittwochsNümbrechter Geschäftsleute richten „Markt-Treff“ ein

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Heißer Kaffee bei tristem Regenwetter: Zahlreiche Nümbrechter nutzten den ersten „Markt-Treff“, um sich aufzuwärmen.

Nümbrecht – Er soll ein Ort des Austauschs sein und für die Vereine ein Platz, um sich an den Tagen des Wochenmarkts den Nümbrechtern zu präsentieren. Und natürlich gibt es Kaffee und bestimmt auch Kekse: Zum ersten Mal hat die Nümbrechter Aktionsgemeinschaft (NAG) gestern am unteren Ende der Hauptstraße den „Markt-Treff“ aufgeschlagen. „Jeder Nümbrechter Verein, der sich hier vorstellen möchte, dem steht dieser Pavillon zur Verfügung“, erklärten Nümbrechts City-Manager Markus Fußhöller und Nicola Stolle-Erdmann von der NAG, während erster Kaffee in die Kannen brodelte. Die beiden Mitorganisatoren freuten sich, dass trotz des nicht gerade einladenden Wetters so viele Nümbrechter den Weg an die Marktmeile fanden.

Kritik am neuen Standort

Dass der Wochenmarkt der Gemeinde, der stets mittwochs im Schatten der Barockkirche stattfindet, am Dorfplatz besser aufgehoben sei als eben an der Hauptstraße, das bekamen die Vertreter der Gemeinde und der NAG oft zu hören. „Wir kümmern uns“, versprach Jan Foerster, Nümbrechts neuer Wirtschaftsförderer, dass diese Kritik sicher im Rathaus ankommen werde. Zurzeit wird der Dorfplatz jedoch kräftig umgestaltet, sodass Marktstände da ohnehin keinen Raum hätten. Der Dorfplatz sei für ältere Menschen aber besser zu erreichen, wandte auch Karin Chauveaux-Holberg vom Bürgerbusverein ein. Dieser ist Kooperationspartner der NAG, sein Verkehrsmittel nutzten die betagten Nümbrechter eben auch für ihre Einkäufe, ergänzte Chauveaux-Holberg. „Besonders für sie kann der neue Markt-Treff auch ein sozialer Treffpunkt werden“. Und der kam gestern Vormittag bei den ersten den Besuchern schon gut an.

Finanzielle Unterstützung für ihr neues Projekt erhält die NAG aus dem Verfügungsfonds des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser setzt sich zu gleichen Teilen aus privaten und öffentlichen Mitteln zusammen. In Nümbrecht soll dieses Geld der Aufwertung des Ortskerns dienen. Der Verkauf des fair gehandelten Kaffees werde örtlichen Vereinen, die zukünftig Gastgeber sein wollen, für die eigene Kasse zu Gute kommen. Die Organisatoren hoffen, dass sich im Sommer mindestens einmal im Monat zur Marktzeit ein solcher Gastgeber finden lässt, der an den Markttagen und dann etwa von 10 bis 12 Uhr den Pavillon und die Ausrüstung nutzt. Aber auch im Winter soll der Markt-Treff stattfinden. Ansprechpartner dafür ist Markus Fußhöller unter (02293) 30 22 50.