Neue AnlageSchluss mit dicker Luft in Nümbrechts Arena

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Foto eines Benefizkonzerts des Musikvereins Heddinghausen in der GWN-Arena in Nümbrecht.

Volles Haus bei einem der vielen Konzerte des Musikvereins Heddinghausen in der Nümbrechter GWN-Arena.

Im Sommer oder bei vollem Haus herrscht schnell dicke Luft in der GWN-Arena in Nümbrecht. Jetzt soll eine neue Lüftung Besserung bringen.

Die Nümbrechter GWN-Arena bekommt eine komplett neue, leistungsstarke und umweltfreundliche Lüftungsanlage. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen. Geplant ist jetzt, dass die bestehende Anlage vollständig ausgetauscht und durch eine neue ersetzt wird. Dafür winkt der Gemeinde eine Förderung in Höhe von 40 Prozent.

Damit ist die bisherige Planung vom Tisch, die alte Lüftung, die allerdings auch schon rund 25 Jahre auf dem Buckel hat, zunächst zumindest bei Großveranstaltungen weiterzubetreiben, während eine zusätzliche neue Anlage im Regelbetrieb für frische Luft sorgen sollte.

Es winkt eine Bundesförderung

Grundlage für diesen Plan war ursprünglich die Annahme gewesen, dass auch mit dieser Lösung eine 40-prozentige Förderung der zuwendungsfähigen Ausgaben zu erwarten sei. Dies habe der Fördergeber aber wider Erwarten nicht gebilligt, teilte die Verwaltung mit.

Alt raus, neu rein: In diesem Modell könnte die angestrebte 40-Prozent-Förderung jetzt aber wieder angesetzt werden. Der Gemeinderat hat dafür nachträglich die Beantragung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ direkt mitbeschlossen.

Bei einer erwarteten notwendigen Investition in Höhe von rund 850 000 Euro würde dies einen Eigenanteil für die Gemeinde von etwa 510 000 Euro bedeuten. Da 350 000 Euro bereits im Haushalt veranschlagt sind, schlägt die Entscheidung mit einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 160 000 Euro zu Buche.

„Die GWN-Arena würde mit einer neuen, dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Anlage ausgerüstet, die jede zulässige Veranstaltungsgröße problemlos bedienen könnte“, hatte die Verwaltung dazu in die Sitzungsvorlage geschrieben. Die Anlage könnte zudem, je nach Bedarf, heizen oder kühlen, „sie würde zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben, anteilig direkt aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach“. Technisch erscheine diese Lösung aus Sicht der Verwaltung also als die beste, „um die Leistungsfähigkeit der GWN-Arena als Veranstaltungszentrum in Nümbrecht nachhaltig zu sichern“.

Dass die Lüftung in der GWN-Arena verbesserungsbedürftig ist – nicht nur, aber vor allem im Sommer, wenn die Sonne auf das Dach knallt – darüber herrschte Einigkeit. Stickig werde es sowohl bei gut besetzten Zuschauerrängen bei Handballspielen als auch bei größeren Konzertveranstaltungen vor vollem Haus.

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