Beratung für Förderung von Öko-StromNümbrecht will bei Strom CO2-neutral werden

Gefördert werden sollen in Nümbrecht 160 bis 180 private Fotovoltaik-Anlagen.
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Nümbrecht – Ab dem Frühjahr sollen sich die politischen Gremien in Nümbrecht mit einem weiteren Vorschlag zum Klimaschutz auseinandersetzen: Aus dem jährlichen Klimaschutz-Budget von 250 000 Euro möchte Bürgermeister Hilko Redenius ein Förderprogramm für Fotovoltaikanlagen (FV) auf Dächern von Privathäusern finanzieren. Dieser Vorschlag soll im April in den zuständigen Gremien vorgestellt werden.
Beim Strom CO2-neutral werden
Ziel sei, dass Nümbrecht im Bereich Strom – zumindest rechnerisch – CO2 -neutral wird. Dafür, so der Bürgermeister, müssten noch ungefähr 160 bis 180 Fotovoltaikanlagen auf Nümbrechter Dächer.
Redenius rechnet das so: Gut 90 Prozent des in Nümbrecht verbrauchten Stroms liefern die Gemeindewerke Nümbrecht (GWN). „Die speisen schon ausschließlich grünen Strom ein.“ Auch bei anderen, die nicht bei den Gemeindewerken Strom beziehen, sondern Kunden von Anbietern aus ganz Deutschland sind, können grüne Quellen zugrunde liegen.
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„Aber nach dem Strommix ist da auch noch Atomstrom und Kohle drin. Um das zu kompensieren, rechne ich die FV-Anlagen und Wasserkraftwerke, die wir schon haben, dagegen. Und jetzt fehlen uns noch 160 bis 180 Anlagen, je nach Größe.“
Fester Zuschuss für Anlagen auf Privathäusern
Zur Verdeutlichung ergänzt Redenius: „Natürlich ist das Rechnerei, natürlich gibt es vielleicht immer noch Haushalte in Nümbrecht, die von ihrem Anbieter Kohlestrom beziehen. Aber wenn wir durch den grünen Strom der GWN auf der einen Seite und die Eigenproduktion auf der anderen Seite unsere Kilowattstunden grün haben, dann sage ich: Wir sind im Strombereich CO2 -neutral.“
In der Praxis schwebt Redenius ein fester Zuschuss vor für jeden, der sich eine FV-Anlage aufs Dach montieren lässt. Das sei zudem attraktiv dank der Einspeisevergütung und des Faktors Eigenverbrauch.



