Rund um Schloss HomburgAm 1. Mai hat der Mittelaltermarkt in Nümbrecht wieder geöffnet

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Buntes Treiben auf dem Mittelaltermarkt auf Schloss Homburg in Nümbrecht.

Letzte Chance für die Zeitreise ins Mittelalter: Am Mittwoch, 1. Mai, ist Markttreiben bis 18 Uhr.

Gaukler, Barden und Mundschenke empfangen auch am 1. Mai die Besucher und Besucherinnen des Mittelaltermarktes auf Schloss Homburg. 

Noch ist die Geschäftigkeit im Schatten von Schloss Homburg überschaubar. Dort, wo ab Samstag wieder der große Mittelalterliche Markt über die Bühne geht, errichten drei Tage zuvor Arbeiter die erste von zwei Bühnen. Statt Minnesang und Marktgeschrei dominiert noch das Zwitschern der Vögel die malerische Kulisse.

Das wird sich bis zum Wochenende merklich ändern, denn von Samstag bis Mittwoch (außer Montag) wird sich das Gelände wieder in eine pulsierende Zeitkapsel verwandeln. Dann stehen wieder alle Zeichen auf Mittelalter, in diesem Jahr mit einem besonderen Schlaglicht auf das Thema Tanz.

Tanz ist das Schwerpunktthema

Bei den Mittelaltermärkten, die seit den 80er Jahren rund um Schloss Homburg stattfanden, habe es immer den „Tanz der Marktleute“ gegeben, erinnert sich Jürgen Körber vom Verein „Kramerey vnd Kurtzweyl“, der das Fest veranstaltet. „Daran knüpfen wir in diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema an.“

Und das spiegelt sich auch im Programm wider. Neben vielen alten Bekannten wie Lupus dem Gaukler, ConFilius, Maxx dem Narr und natürlich dem Duo Kurtzweyl, also Äbtissin Adelheid und Herr Walther von der Pferdewiese (Barbara Degener und Jürgen Körber), werden weitere Künstler von nah und fern das Rahmenprogramm bestreiten. In den Darbietungen geht es immer wieder um Musik und Tanz aus dem Mittelalter.

Falkner und Ritterlager

Tänzerin Mirimah („keck, frech, sinnlich, fröhlich“) wird ebenso erwartet wie eine Tanzmeisterin und ein Tanzlehrer, die auch dem Publikum gerne zeigen werden, wie der Mittelaltermensch geschwooft hat. Musikanten und Barden greifen zu Nyckelharpa und Schalmei, Musik wird in der Luft liegen wie der Geruch von Rauch und Speisen.

Sonst noch was? Und ob: Schäferin mit Schafen, Falkner, Ritterlager, mittelalterliches Kinderprogramm, und auch das Museum ist geöffnet. Klar, dass auch andere mittelalterliche Gewerke zum Gesamtbild beitragen werden.  

Mundschenk, Rüstschmied, Lederer, Geschmeidehändler: Mehr als 50 Marktstände erwarten die Besucher, sagt Andreas Tabor, der betont, dass es sich bei diesem Markt in Nümbrecht um den ältesten seiner Art in Westdeutschland handelt, der stets an einem Schloss über die Bühne geht.   Mit dem pädagogischen Tag steht am Dienstag eine Neuheit auf dem Programm, erklärt Barbara Degener. Dann werden gut 250 Schülerinnen und Schüler erwartet, die auch selbst auf der Bühne stehen, später dann Herold, Filzerin oder Laternenbauer kennenlernen.

Bei all der kaum in Stunden zu messenden ehrenamtlichen Vorbereitung des Vereins betont Mitorganisatorin Marie Brück die „beeindruckende Zusammenarbeit“ mit dem Kreiskulturamt, das von Anfang an eingebunden gewesen sei.

Wie kommt man hin zum Markt? Die Schlossstraße wird gesperrt sein, die Veranstalter raten dazu, auf den Parkplätzen der Firma Sarstedt, an der GWN-Arena oder am Rathaus zu parken. Von dort fahren Shuttlebusse (ca. alle 20 Minuten) kostenlos zum Markt am Schloss. In den Bussen kann man mit Handy und QR-Code bereits Eintrittskarten lösen. Alternative Anreise: per Eselwanderung ab Ödinghausen am Sonntag und auch am Mittwoch.

Es könnte voll werden. Im letzten Jahr dürften rund 15 000 Menschen den Markt besucht haben.


Öffnungszeiten und Preise:

Der Mittelaltermarkt auf Schloss Homburg findet statt von Samstag bis Mittwoch, 27. April bis 1. Mai. Am Montag, 29. April, bleibt das Gelände für die Öffentlichkeit geschlossen. Am Dienstag findet ein pädagogischer Tag (Angebot für Schulen) statt, der Markt ist aber geöffnet. Am Dienstagabend steht das Walpurgisfest auf dem Programm (mit Feuer-Show und altirischem Beltane-Umzug). Am Mittwoch, 1. Mai, ist wieder Markttreiben.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 20 Uhr, Dienstag 11 bis 22 Uhr, Mittwoch 11 bis 18 Uhr.

Tickets kosten 10 Euro (erm. 8), Wochenendtickets 15 Euro. Kinder unter Schwertmaß besuchen den Markt bei freiem Eintritt.

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