In Nümbrecht hat sich die Intitiative Solidarische Landwirtschaft vorgestellt und auch ihren reichhaltigen Anbauplan für dieses Jahr präsentiert.
SolawiEntweder Anteile an der Ernte kaufen – oder anpacken auf Oberbergs Äckern

Kartoffeln und einiges mehr stehen bei der Solidarischen Landwirtschaft auf dem Anbauplan für das Jahr 2026/2027. In Nümbrecht hat sich die Initiative jetzt neuen Interessierten vorgestellt.
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Solidarische Landwirtschaft, kurz: Solawi – was ist das und wie geht das? Um Fragen wie diese zu beantworten, hatte der Verein Solidarische Landwirtschaft Oberberg jetzt ins Landschaftshaus im Schatten von Schloss Homburg nach Nümbrecht eingeladen. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung nach Veranstalterangaben gefolgt und informierten sich über die Möglichkeiten der solidarischen Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region.
„Im Mittelpunkt des Abends stand die Feststellung, dass Solidarische Landwirtschaft konkret funktioniert – in Oberberg nun schon erfolgreich seit zehn Jahren“, teilen die Veranstalter mit. Mitglieder und Interessierte erfuhren, dass Erzeuger und Verbraucher partnerschaftlich zusammenarbeiten, gemeinsam Verantwortung für Anbau, Ernte und Finanzierung übernehmen und sich die Risiken teilen. Der Verein Solawi Oberberg verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, die lokale Landwirtschaft zu stärken, nachhaltige Lebensmittelproduktion zu fördern und eine Gemeinschaft aufzubauen, die Verantwortung für ihre Nahrungsmittel übernimmt.
In Nümbrecht haben sich auch einige der Produzentinnen und Produzenten vorgestellt
Die Möglichkeit, die Solawi-Lebensmittelproduzenten persönlich kennenzulernen, sei beim Informationsabend besonders begrüßt worden, berichten die Veranstalter.
Die Produzenten stellten sich vor und hatten auch gleich Produkte zum Probieren dabei. „So gab es zum Beispiel Äpfel vom Obsthof Thönes aus Nümbrecht-Oedinghausen und Eier vom Biohof Solbach aus Wenden. Für eine besondere Überraschung sorgte Imkerin Jolanda Hilgermann aus Reichshof mit ihrem Probiersortiment von zwölf Honigsorten, die sie ab dem kommenden Anbaujahr in der Solawi anbietet“, heißt es.
Bereits aktive Mitglieder erklärten, wie der Verein organisiert ist, wie Ernteanteile erworben werden können und was es bedeutet, Teil der solidarischen Gemeinschaft zu sein. „Wer möchte, ist direkt dran, kann auf den Hof gehen, mithelfen, anfassen. Es schafft einfach eine ganz besondere Verbindung zum Essen“, wird Magda Richtarski vom Vorstand der Solawi Oberberg zitiert.
Recht vielfältig ist die Liste der Lebensmittel, die im kommenden Anbaujahr 2026/2027 voraussichtlich angeboten werden sollen: Apfelsaft, Eier, Gemüse, Honig, Kartoffeln, Milch, Streuobst und Südfrüchte – Letztere von Kooperativen aus Spanien und Italien.
Noch eine weitere Infoveranstaltung findet statt für alle, die in Nümbrecht nicht teilnehmen konnten, und zwar am kommenden Dienstag, 24. Februar 2026, in Form eines digitalen Info-Abends via Zoom. Interessierte können sich per E-Mail anmelden unter info@solawi-oberberg.de, sie erhalten dann den Zugangslink.

