Der 18-Jährige saß bereits unter anderem wegen Körperverletzung in Haft. Dort soll er sich zuletzt zunehmend radikalisiert haben.
18-Jähriger saß in HaftOberbergischer Kreis schiebt kroatischen Staatsbürger ab

Am 13. Juli wurde der 18-Jährige in sein Heimatland Kroatien abgeschoben.
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Die Ausländerbehörde des Oberbergischen Kreises hat am 13. Juli in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und Ministerien einen radikalisierten und straffällig gewordenen 18-jährigen kroatischen Staatsangehörigen abgeschoben. Das teilt der Kreis in einer Pressemitteilung mit. Demnach saß der Betroffene zuletzt unter anderem wegen Körperverletzung in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal in Haft. „Während der Haft verdichteten sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden Hinweise auf eine zunehmende Radikalisierung im Bereich des Salafismus und Dschihadismus, nachdem er zuvor zum Islam konvertiert war“, schreibt der Kreis. Mehrere Sicherheitsbehörden hätten sich zuletzt intensiv mit dem Fall befasst.
Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen habe der 18-Jährige sein Freizügigkeitsrecht verloren. Um sicherzustellen, dass die Abschiebung unmittelbar im Anschluss an die Strafhaft vollzogen werden konnte, habe das zuständige Amtsgericht auf Antrag der Ausländerbehörde Abschiebungshaft angeordnet, heißt es vonseiten des Kreises weiter. Am 13. Juli erfolgte die Abschiebung nach Kroatien.
Landrat Klaus Grootens versichert: „Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestand glücklicherweise noch nicht.“ Das Verfahren habe erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen gebunden. „Umso wichtiger ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der beteiligten Sicherheitsbehörden. Sie trägt maßgeblich dazu bei, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit zu ergreifen“, so Grootens. (lth)