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TierheimKatzen müssen draußen bleiben

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Erst wenige Wochen alt und deshalb vermutlich leichter vermittelbar als viele andere Katzen sind diese vier jungen Neuzugänge im Tierheim Koppelweide.

Wiehl – Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das Wiehler Tierheim Koppelweide einen Aufnahmestopp für Katzen verhängt. Die Kapazitäten des Hauses sind seit Anfang Oktober erschöpft. Wann wieder neue Tiere aufgenommen werden können, sei derzeit nicht absehbar, stellt die kommissarische Heimleiterin Franziska Roggendorf fest.

Der Normalfall seien 300 bis 350 Katzen, die jährlich in der Einrichtung an der Alpetalstraße abgegeben und zu einem großen Teil auch wieder vermittelt werden. Mitte November waren es jedoch bereits deutlich mehr als 400 und damit nach Auskunft von Roggendorf „so viele wie noch nie zuvor“.

Auf wenigen Quadratmetern zusammengepfercht, teilen sich bis zu zehn Vierbeiner die Käfige in der oberen Etage des Haupthauses der Koppelweide. Viel zu wenig Platz, für die Tiere, die von Natur aus Einzelgänger seien, räumt die Tierärztin Anke Weber-Noss ein. Allenfalls vier Katzen sollten pro Raum untergebracht werden. „Diese Vergesellschaftung ist Stress pur!“

Auffällig sei, dass der Anteil nicht kastrierter Katzen in den vergangenen Monaten gestiegen ist. Roggendorfs Vermutung: Möglicherweise aus finanziellen Gründen verzichten die Halter der Tiere auf diesen Eingriff, der je nach Geschlecht 75 bis 120 Euro kostet. Es werde zudem verstärkt an der medizinischen Versorgung gespart; dies beweise der Zustand vieler kranker und älterer Tiere, die in Koppelweide abgegeben werden.

Selbst vor der Aufnahmegebühr wollen sich manche Besitzer dann noch drücken. So wurde am 4. November, dem Tag der offenen Tür, eine Katzenbox mit lebendigem Inhalt am Eingang abgestellt. Erst einen Tag zuvor hatten die Mitarbeiter einen Kater entdeckt, der auf dem Parkplatz vor dem Haus unter einem Auto kauerte. Unabhängig vom Aufnahmestopp muss das Tierheim diesen Findlingen eine Heimat bieten. Roggendorf kann ihren Ärger über solche Vorfälle nur schwer unterdrücken: „Es kann nicht sein, dass Tiere hier einfach entsorgt werden.“

Entschärft werden kann die Situation nur durch die Vermittlung der Katzen an Privatleute. Helfen können auch Spenden. Es fehlt vor allem an gutem Nassfutter, so Tierpflegerin Michaela König. Gesucht werden außerdem Personen, die sich stundenweise um die Vierbeiner kümmern können.