Gummersbach/Aggertalsperre – Nach dem tragischen Verkehrsunfall am Montagabend, bei dem eine 52-jährige Frau ums Leben gekommen ist, gibt es inzwischen neue Erkenntnisse über den Unfallhergang.
• Am Thai-Restaurant an der Gummersbacher Aggertalsperre ist eine Fußgängerin am Montagabend frontal von einem Auto erfasst worden.
• Die 52-Jährige aus Lindlar erlag wenige Stunden später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
• Offenbar hatte sie ihren Hund von der Straße holen wollen.
• Unfallzeugen leisteten Erste Hilfe.
Am Dienstagmorgen war die Polizei erneut am Unfallort auf der Landesstraße 337 zwischen den Ortschaften Lantenbach und Dümmlinghausen.
Ein Unfallaufnahmeteam der Kreispolizeibehörde sicherte Spuren auf dem Asphalt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten die Verunglückte und ihr Ehemann gegen 19.20 Uhr ihren Wagen auf dem Parkstreifen an der Uferseite geparkt. Ihren Hund hatten die beiden dabei. Beide wollten sich mit einem anderen Paar zum Essen im Restaurant treffen.
Weil die Freunde noch nicht vor Ort waren, wollte die Frau mit dem Hund am Wald auf der anderen Straßenseite Gassi gehen. Sie überquerte die Straße bis zum Gehweg – doch der Hund folgte ihr offenbar nicht schnell genug.
Als sie die Straße erneut betrat, um das Tier zu holen, wurde sie von dem Wagen eines 38-jährigen Gummersbachers erfasst. Er war von Lantenbach in Richtung Sperrmauer unterwegs.
Auf dieser Strecke gilt Tempo 70, bevor der Verkehr mit Schildern auf 50 und dann vor der Sperrmauer auf 30 Stundenkilometer heruntergedrosselt wird.
Das Auto erfasste die dunkel gekleidete Frau in der 70er Zone.
Unfallzeugen leisteten Erste Hilfe
Der Pkw kam nach dem Zusammenstoß etwa einen Meter vor dem Tempo-50-Schild zum Stehen.
Bislang deute nichts darauf hin, dass der Wagen zu schnell unterwegs gewesen sein könnte, sagt ein Polizeisprecher.
Auf 100 bis 150 Metern Länge hätte sie den Wagen, der die Scheinwerfer angeschaltet hatte, sehen müssen, sagt die Polizei.
Als die Polizei mit dem ersten Streifenwagen – der sich für Verkehrskontrollen ohnehin in der Nähe befand – eintraf, leisteten bereits zwei Unfallzeugen Erste Hilfe.
Von der Rettungswache am Kreiskrankenhaus Gummersbach machten sich ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen auf zum Unglücksort.
Arzt und Rettungsassistenten versorgten die Frau. Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen wurde sie in die Klinik nach Köln-Merheim gebracht. Dort starb sie.
Noch in der Nacht sicherten zwei Beamte des Unfallaufnahmeteams Spuren. Der Fahrer des Unfallwagens blieb unverletzt. Der Hund lief nach dem Unfall zunächst weg, tauchte aber später wieder auf.