Auf die Sonne am Sonntag kommt Glatteis am Montag. Die Schüler haben keinen Präsenzunterricht.
Unwetterwarnung„Elli“ hat Oberberg verschont, doch jetzt droht Glatteis

Am Sonntag erlebte Oberberg einen kalten aber sonnigen Tag.
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Wintersturm „Elli“ hat das Oberbergische nicht ansatzweise so beeinträchtigt wie den Norden von Deutschland. Während in Oberberg am Sonntag die Sonne an einem blauen Himmel erstrahlte, waren andernorts die Weichen der Bahn festgefroren, so dass im Bahnverkehr nichts ging. Und noch gibt es auch für Oberberg keine Entwarnung, denn für die Nacht zum Montag hat der Deutsche Wetter erneut eine Unwetterwarnung herausgegeben. Demnach soll es in der zweiten Nachthälfte zu starken Schneefällen kommen, die zum Morgen hin in Regen übergehen sollen. „Und fällt dieser dann auf denn eiskalten Boden, haben wir sofort Glatteis“, sagt Kreisbrandmeister Julian Seeger. Auch in Oberberg ist der Präsenzunterricht in den Schulen ausgesetzt.
Im Vorfeld von „Elli“ hatten sich die Feuerwehren im Oberbergischen schon deutlich vor dem Wochenende auf den Fall der Fälle vorbereitet, wie Kreisbrandmeister Julian Seeger am Sonntag im Gespräch mit dieser Zeitung berichtet. So habe man auch in Erwägung gezogen, die so genannten Unwettermeldeköpfe vorsorglich zu besetzen. „Doch am Ende haben wir uns dagegen entschieden“, sagt Seeger. Die Lage sei sehr dynamisch und unklar gewesen. Vielerorts abgesagt wurden die Christbaumsammelaktionen, die in vielen oberbergischen Dörfern von den Jugendfeuerwehren durchgeführt werden sollten. Dass man die jungen Menschen nicht habe losschicken wollen, ohne zu wissen, wie das Wetter wirklich wird, sei völlig richtig gewesen, sagt der Kreisbrandmeister.
Keine signifikanten Einsätze für den Rettungsdienst
Und wie hat er Wintersturm „Elli“ erlebt? Ein Blizzard, wie Deutschland im Winter 1978/79 traf, sei zum Glück ausgeblieben, sagt Seegers. Allerdings habe es den Norden des Landes klar schlimmer getroffen als unsere Breiten. Im oberbergischen Rettungsdienst habe es in den letzten Tagen keine signifikante Steigerung der Einsatzzahl gegeben, sagt Seeger. Auch die Feuerwehren oder gar das Technische Hilfswerk seien zu keiner Zeit gefordert worden. Er vermutet, dass die zahlreichen Vorwarnungen dafür gesorgt haben, dass sich die Bevölkerung auf die bevorstehenden Schneefälle und glatte Straßen eingestellt hat. „Wir waren einfach gut vorbereitet.“
Allerdings klagen private Haushalte darüber, dass sie an bekannten Verkaufsstellen kein Streusalz mehr bekommen. Und Nachschub ist vielerorts noch längst nicht in Sicht. Wer noch Vorräte hat, kann sich also glücklich schützen.

