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„Trialog-Treffen“ in WaldbrölGesprächsrunden für Menschen mit psychischen Probleme

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Laden zu Trialog-Runden in Waldbröl und Gummersbach ein (v.l.): Thomas Klein, Christian Wiegandt und Arndt Groß.

Oberberg – Ein Ziel, aber drei Perspektiven und drei Blickwinkel: Bereichernde Begegnungen sind es immer. So beschreiben Christian Wiegandt, Oberarzt an der Psychiatrischen Tagesambulanz des Waldbröler Kreiskrankenhauses, und Arndt Groß, Psychiatriefachpfleger der Oberbergischen Gesellschaft zur Hilfe für psychisch Behinderte, jene Treffen, die nach mehr als einem Jahr Corona-Zwangspause im Mai wieder starten sollen, dann aber sogar in größerer Runde.

Haben sie zuvor nur in Gummersbach stattgefunden, so gibt es sie nun auch in Waldbröl. „Die Perspektiven sind die des Betroffenen, die des Angehörigen und die derjenigen, die solche Menschen betreuen“, erklärt der Mediziner Wiegandt die Gesprächsform, die seit 21 Jahren anerkannt ist – Trialog ist der Fachbegriff dafür.

Anmeldung

Wer an den Trialog-Treffen (jeweils ab 17 Uhr) teilnehmen möchte, der muss sich dafür anmelden und immer das negative Ergebnis eines Coronatests vom selben Tag vorlegen.

Anmeldungen für die Treffen in Waldbröl (Beginn am 6. Mai im Festsaal des Kreiskrankenhauses, Dr.-Goldbogen-Straße 10) unter (02291) 39 79 oder per E-Mai an spdi.klupp@ogb-gummersbach.de.

Für die Treffen in Gummersbach (ab 12. Mai im Sitzungssaal des Kreisgesundheitsamtes, Moltkestraße 42) meldet man sich an unter (02261) 80 75 86 oder per E-Mail an spdi.gross@

ogb-gummersbach.de. (höh)

„Und jedes Treffen ist eines auf Augenhöhe“, betont Arndt Groß. Zwar gebe es bei diesen Gesprächen über psychische Krisen und Konflikte durchaus professionelle Anleitung, doch bestehe ebenso die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch und Kennenlernen. Im Mai sollen die Treffen starten. Und die in Waldbröl richten sich auch an Interessierte aus dem benachbarten Rhein-Sieg-Kreis.

Heimlich zu Hause leiden

Dabei denken die Organisatoren nicht nur an Menschen, die bereits eine Therapie hinter sich haben: Menschen, die während der Pandemie heimlich zu Hause leiden, sind ebenso willkommen: „Denn es ist wahrscheinlich, dass die Situation zunehmend seelische Krisen auslöst.“

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Thomas Klein (56) arbeitet heute als Teilhabeberater. Er hat die Diagnose Schizophrenie und nimmt seit 2004 an den Trialog-Treffen teil. „Sie sind immer sehr nah an der Realität“, sagt er. „Sie helfen dabei, das Erlebte zu verarbeiten und am Ende die Situation hinter sich zu lassen, die einen krank gemacht hat.“