Abo

PremiereIn Waldbröls Naturerlebnispark Panarbora starten Papierflieger zur Meisterschaft

3 min
Hat er Papier in den Händen, kann er die Finger nicht stillhalten: Der Waldbröler Theo Schüller ist von Papierfliegern fasziniert und faltet mit Kinder am Samstag auf Panarbora solche Fluggeräte.

Hat er Papier in den Händen, kann er die Finger nicht stillhalten: Der Waldbröler Theo Schüller ist von Papierfliegern fasziniert und faltet mit Kinder am Samstag auf Panarbora solche Fluggeräte.

Kinder lernen von Papierflieger-Enthusiast Theo Schüller die richtigen Knicke und Kniffe, bevor es zum Wettfliegen auf den Aussichtsturm geht.

Einst hat es der Ingo dem Jens und dem Tim gezeigt, ebenso der Friedrich einst dem kleinen Theo: Papierfliegerfalten, das ist eine echte Vater-Sohn-Sache. Und damit diese schöne Tradition nicht in Vergessenheit gerät, lädt der Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl für den kommenden Samstag, 25. Juli 2026, zu einer Papierflieger-Meisterschaft für Kinder ein. Und der inzwischen große Theo ist dort mit dabei: Der kommt aus Waldbröl, heißt Theodor Schüller und ist mit 69 Jahren im schicksten Opa-Alter.

VEEDEL-Umfrage1 Stimme

Wer hat Ihnen das Papierflieger-Falten beigebracht?

👨 Mein Vater / Opa
👩 Meine Mutter / Oma
👫 Ein Freund oder Geschwister
📺 YouTube / Internet
🤷 Ich hab's mir selbst beigebracht

„Wenn ich ein Stück Papier in den Händen habe, fange ich sofort an zu falten – das ‚Himmel und Hölle‘-Spiel etwa oder natürlich auch Flieger“, verrät Schüller, für den das Basteln mehr als nur ein Hobby ist. Es ist eine Leidenschaft: „Man kann die Spur von fliegenden Basteleien aus Papier bis hin zu Galilei Galileo verfolgen und sogar viel weiter noch bis ins alte China verfolgen“, betont der Panarbora-Mitarbeiter.

Wer mit Theo Schüller in Waldbröl Papierflieger faltet, der fliegt zugleich durch die Historie

Galileo etwa, Naturforscher und Physiker aus Italien (1564 – 1642), soll sich bei der Erforschung der Luftwiderstände solch einfacher Mittel bedient haben. „Es gibt also viele schöne Geschichten rund um dieses Spielzeug“, berichtet Schüller, der im Berufsleben zuletzt die „Wir für Waldbröl“-GmbH geleitet hat. „Etwas aus Papier zu machen, das bedeutet für mich Freiheit und der Kreativität freien Lauf zu lassen – und wenn das Gebastelte am Ende in der Luft liegt, dann gibt es für mich nichts Schöneres.“

Um 12 und 14 Uhr beginnen auf dem Gelände des Naturerlebnisparks, Nutscheidstraße 1, die Faltkurse an einem speziellen Hangar, einer Bastelstation. Diese leitet eben Theo Schüller, er will den Kindern Knicke und Kniffe lehren, wie einst der eigene Vater Friedrich. Jeder Lehrgang, begleitet von viel Wissenswerten rund um die dünnen Flieger, dauert etwa eine Stunde.

Der Waldbröler Theo Schüller hat zwei einfache Fliegermodelle im Gepäck

„Ich habe zwei Modelle im Gepäck, die in wenigen Minuten und mit wenigen Handgriffen aus einem DIN-A4-Blatt Gestalt annehmen“, verspricht der Waldbröler Spaß für jedes Alter. Er selbst zählt die eher komplizierte Schwalbe zu seinen Lieblingsfliegern. „Und dann gibt es noch einen Flieger, der sieht aus wie die Concorde, ganz toll.“ Ranger Patrick Mielke bringt die jungen Pilotinnen und Piloten dann auf das Podest des hölzernen, gut 34 Meter hohen Aussichtsturms.

Von dort starten die Papierflieger ab 15 Uhr. Und, das ist Mielke besonders wichtig: „Ein wichtiger Teil dieses Wettbewerbs ist es, dass alle Flieger nach ihrer Landung eingesammelt werden.“ Wer einen geworfen hat, erhält von dem Panarbora-Ranger eine Urkunde und auch eine Siegerehrung sei geplant.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos, fällig werden die üblichen Eintrittspreise für den Park. Und was solche Spaßturniere angeht, da haben Patrick Mielke und auch Theo Schüller noch manche Flause im Kopf. Bei einem Wettbewerb könnte Steinobst ins Spiel kommen, das ist aber noch ein Geheimnis. Schüller freut sich auf das anstehende Flieger-Spektakel: „Wenn im Kreise der Familie Kinder mit am Kaffeetisch sitzen, dann wird sofort irgendwas gefaltet“, verrät er lachend.


Papierflieger-Wettbewerb soll in Waldbröl Tradition werden

Die Papierflieger-Meisterschaft soll nach dem Willen des Panarbora-Teams eine feste Größe im Ferienprogramm des Waldbröler Ausflugsziels werden und fortan an jedem zweiten Samstag der Sommerferien ausgerufen werden.

Schon im vergangenen Jahr sind auf Panarbora Papierflieger abgehoben, und zwar für die WDR-Maus: Etwa 120 Kinder beteiligten sich an der Veranstaltungsreihe „Türen auf mit der Maus“. Der Titel war damals „Spiel-Zeit“.

www.panarbora.de