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AussiWaldbröl-EichenBarrierefreier Wohnraum und ein Neubau für den „Mini Mix“

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Braun als Fassadenfarbe für Staffelgeschoss und Markt will die Stadt nicht, den Bauherren soll jetzt grau vorgeschlagen werden.

Waldbröl – Ein Neubau für den „Mini Mix 12“ mit 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie ein Wohnhaus mit insgesamt 24 barrierefreien Wohneinheiten soll an der Brandenburger Straße2 in Waldbröl-Eichen errichtet werden. Die Pläne für das Vorhaben, das von der Waldbröler Investorengemeinschaft Mirdi und Verdi Roci realisiert werden soll, wurden in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vorgestellt.

Neben dem Supermarkt, der bislang schon am gleichen Standort vorhanden ist und für den Neubau abgerissen werden soll, bauen die Rocis dort eine dreigeschossige Wohnanlage mit zusätzlichen Büroflächen. „Es werden Wohnungen zwischen 44 und 112 Quadratmetern Größe entstehen“, sagte Architekt Sergej Usik von der Kölner Vidale-Schnitzer Architekten GbR. Er plant das Projekt im Auftrag der Waldbröler Investoren und beantwortete auch die Fragen, die Verwaltung und Ausschussmitglieder hatten, nachdem der Kreis als Baugenehmigungsbehörde eine entsprechende Bauvoranfrage bereits positiv beschieden hatte.

Einen Bebauungsplan gibt es für das zwischen Turner- und Brandenburger Straße gelegene Gelände nicht, der Sportplatz Maibuche grenzt jedoch fast unmittelbar an die hintere Breitseite des Wohngebäudes.

Keinen Gefallen fanden die Ausschussmitglieder und Rolf Knott als Leiter des Waldbröler Bau- und Planungsamtes an der farblichen Gestaltung des Staffelgeschosses und des Supermarktes. Angesichts der Visualisierung des Gebäudekomplexes stieß die Farbe braun, vermutlich mit Klinkerriemchen abgesetzt, auf den Widerstand der Politik. Es herrschte Einigkeit, den Bauherren statt braun grau oder schwarz vorzuschlagen, das passe auch deutlich besser zu den ansonsten weißen Fassadenflächen.

Dass der „Mini Mix 12“, der zahlreiche russische Spezialitäten und Lebensmittel im Sortiment hat, an der Stelle bleiben soll, war eine Vorgabe der Stadt an die Bauherren. „Wir wollen, dass die Nahversorgung des Stadtteils mit Lebensmitteln gewahrt bleibt“, sagte Knott. Das Geschäft in Eichen, das sein Ladenlokal mit dem Neubau deutlich vergrößert, gehört zu einer bundesweit mit zahlreichen Filialen agierenden „Mix Markt“-Kette, die unter anderem auch in Gummersbach und Wiehl Dependancen hat.

Dass ein Teil der Wohnungen unmittelbaren Blick auf den Sportplatz hat, sei mit ein Grund, warum das gesamte Vorhaben im Vorfeld im Hinblick auf Lärmschutz sorgfältig geprüft werde, erwiderte der Planer auf eine Frage von Ingo Solbach (CDU). In Hermesdorf, so Solbach, sei ein Wohnhaus an den bestehenden Sportplatz gebaut worden. „Die Bewohner dürfen dort die Fenster bei Sportbetrieb nicht öffnen.“