Zum 22. Mal lockte der Aktionstag die Menschen in Scharen auf die Straßen und Wege, auf denen diesmal keine Motorengeräusche zu hören waren.
Autofreier SonntagWer in Waldbröl und Nümbrecht mitmacht, der darf auch stempeln gehen

In Gruppen, mit der Familie oder auch allein gingen die Teilnehmenden am Autofreien Sonntag auf die Strecken durchs Grüne zwischen der Stadt Waldrböl und der Nachbargemeinde Nümbrecht.
Copyright: Siegbert Dierke
Die Funktionskleidung sitzt, die Sicherheitshelme sind festgezurrt und die Rahmen der Fahrräder glänzen im Tageslicht. Und weit und breit kein Auto. Denn diese sind natürlich am mittlerweile 22. Autofreien Sonntag zwischen der Marktstadt Waldbröl und der Nachbargemeinde Nümbrecht nicht erwünscht.
So machen sich also hunderte von Menschen auf einen abwechslungsreichen Rundweg, entweder mit dem Fahrrad oder auch als Wanderer oder Walker auf den Weg. Belohnt werden die Teilnehmenden, auch in Gruppen und mit der Familie mit schönen Ausblicken ins Bergische. Sie Straßen gehören ihnen ganz allein.

An etlichen Stationen in Waldbröl und Nümbrecht konnte man sich am Autofreien Sonngtag die Teilnahme abstempeln lassen.
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Zum ersten Mal ist die Waldbröler Ortschaft Bohlenhagen um 9 Uhr offizieller Startpunkt des Autofreien Sonntags. Dort dankt Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber allen Helfenden, Organisatorinnen und Organisatoren sowie den Vereinen für ihr Engagement. „Wir sind mit rund 100 Leuten als Helfer dabei, die Zusammenarbeit hat super funktioniert“, berichtet Bart Mathyssen von der Dorfgemeinschaft Bohlenhagen. „Wir haben Kuchen, Waffeln, Brezeln und leckere Grillspeisen im Angebot, aber auch Kaltgetränke und Wein gibt es an unseren Ständen, das ganze Dorf ist auf den Beinen und engagiert sich für einen reibungslosen Start und Tagesablauf.“
Vier weitere Raststationen dienen bis 18 Uhr an der Strecke der Stärkung und für das leibliche Wohl der Teilnehmenden. So sind neben Bohlenhagen auch in Hömel und Drinsahl sowie an der Berufsgenossenschaft Holz und Metall in Nümbrecht Raststationen sowie Stempelstationen eingerichtet. An diesen werden die Teilnahmekärtchen gestempelt, die nach der Rundtour automatisch in einer Verlosung landen. Attraktive Preise gibt es obendrein – Gutscheine für Fahrradaurüstungen oder Restaurantbesuche und Kabarettveranstaltungen etwa.
Einen schönen und autofreien Familientag erleben auch die Holländers aus Wirtenbach
„Das ist ein schöner Familientag für uns und unsere Tochter – mit dem Fahrrad zu fahren, ist spannend und schön“, findet unterwegs Familie Holländer aus Nümbrecht-Wirtenbach, die sich ihre Stempel an der Stempelstation abholt. „Wir sind zum ersten Mal mit unseren Rädern dabei und freuen uns, mit der Familie Zeit zu verbringen – ganz ohne Auto“, sagen auch Sonja, Margot und Olli aus Wilkenroth, die ihre Hunde Teddy und Emil im sicheren Korb am Lenker mit auf die Tour nehmen. „Und wir sind auch wegen des Fahrrad-Gottesdienstes hier in Bohlenhagen“, verraten die drei.
Denn ein solcher Open-Air-Gottesdienst findet dort statt: Pfarrer Thomas Seibel von der Evangelischen Kirchengemeinde in Waldbröl gestaltet diesen gemeinsam mit Judith Windgassen an E-Piano und Akkordeon. Besonders für die Radelnden gibt es unter dem Titel „Beschützt sein mit Helm“ Psalme, eine Predigt und kirchliche Musik.
Die Sicherheit wird natürlich für alle auf Fahrrädern, E-Bikes oder Inline-Skates auf dem 16-Kilometer-Rundkurs großgeschrieben: Zwei Sanitätsstationen sowie zwei Fahrrad-Servicestationen bieten Hilfe an. „Da gibt es verschlissene Fahrradreifen oder auch zu wenig Luft in den Reifen, das kommt schon häufig vor“, sagen Leon, Fabio und Tommy vom Waldbröler Unternehmen „Zweirad Meister“.
