Diamanthochzeit in WaldbrölDie Reise ins Glück begann im Autoscooter

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Doris Gill und Horst Gill. Das Ehepaar feiert Diamantene Hochzeit.

Doris und Horst Gill aus Waldbröl-Rölefeld sind seit 60 Jahren verheiratet.

Doris und Horst Gill aus Waldbröl-Rölefeld gehen seit 60 Jahren als Ehepaar durchs Leben. Die Diamantene Hochzeit wird groß gefeiert. 

Die erste gemeinsame Fahrt, die Doris und Horst Gill unternahmen, war 1957 – im Autoscooter auf der Waldbröler Kirmes. Zuvor kannten sie sich vom Sehen, miteinander gesprochen hatten sie aber noch nie. „Auf der Kirmes haben wir uns wahrgenommen und waren dann auch ganz schnell ein Paar“, erinnert sich Doris Gill.

Der Berkenrother und die junge Dame aus Rölefeld heirateten am 31. Mai 1963 am Waldbröler Standesamt, wurden am gleichen Nachmittag in der evangelischen Kirche in Denklingen getraut. Es war eine Doppelhochzeit, denn Renate, Schwester der Braut und ihr Mann, Manfred Grohs, heirateten ebenfalls. Alle vier waren ihr Leben lang nicht nur durch dieses Datum, sondern auch durch eine enge Freundschaft verbunden.

Doris und Horst Gill auf ihrem Hochzeitsfoto von 1963.

Doris und Horst Gill gaben sich am 31. Mai 1963 das Ja-Wort - vormittags im Waldbröler Standesamt, nachmittags in der evangelischen Kirche in Denklingen.

Ein Jahr nach der Hochzeit erblickte Sohn Frank das Licht der Welt. Das Paar wohnte zunächst in einer kleinen Wohnung in Ziegenhardt und später im Elternhaus der Braut in Rölefeld. Horst Gill arbeitete in Ruppichteroth als Friseur, seine Frau hatte in Waldbröl Schneiderin gelernt, gab ihren Beruf aber zugunsten des Sohnes und des Kümmerns um ihre Eltern auf. Anfangs sausten die Eheleute auf zwei Rädern durch die Gegend, dann kauften sie sich ihr erstes Auto, einen NSU-Prinz. Ihre Urlaube verbrachte die Familie zunächst in Österreich, denn Wandern war ihre Passion. Später fuhr das Jubelpaar regelmäßig an die Ostsee nach Grömitz, um die Gegend dort per Fahrrad zu erkunden.

Blumen sind Horst Gills Leidenschaft, der große Garten jedoch, mit Obst und Gemüse, war früher immer Doris Gills Reich. „Vor allem unsere selbstgezogenen Kartoffeln und die Schnippelbohnen habe ich immer unheimlich gerne gegessen“, berichtet der 83-Jährige lachend. Gerne haben die beiden sich in die Dorfgemeinschaft eingebracht, mochten die Dorffeste und die Geselligkeit. Mit Freunden bauten sie eine Kegelrunde auf, Horst Gill spielte Tischtennis in der Dickhausener Schule.

Diese Tradition, mit Freunden Tischtennis zu spielen, setzt Sohn Frank mittlerweile fort. Er lebt mit seiner Familie in unmittelbarer Nachbarschaft der Eltern. Ein Glück für seine mittlerweile erwachsenen Töchter Lisa und Julia, die als Kinder oft zu Besuch bei ihren Großeltern sein konnten. Wenn Frank Gill seine Eltern beschreiben soll, fällt ihm als erstes das Wort „lebenslustig“ ein und seine Kindheit und Jugend beschreibt er als sehr harmonisch: „Ich kenne es überhaupt nicht, dass es bei uns mal böse Worte gegeben hätte. Für beide war es die große Liebe.“ Seine Eltern nicken. Doris Gill bestätigt: „Streit kennen wir nicht.“

Die Diamanthochzeit werden die beiden mit Freunden und der Verwandtschaft in Rölefeld feiern, dort wurde vorher natürlich liebevoll gekränzt.


Wir haben die Gills gefragt: Was ist das Geheimnis der Ehe? : „Achtung voreinander, Probleme in Ruhe zu besprechen und natürlich die Liebe.“

Welchen Wunsch gibt es? Gesundheit, denn Doris und Horst Gill wünschen sich, die Eiserne Hochzeit miteinander zu feiern.

Was ist wichtig im Leben? „Die Familie steht immer an erster Stelle.“

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