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Neue EventlocationHeiraten in Waldbröl, wo früher viel Grünes herangewachsen ist

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So könnte der stattliche Eventsaal im früheren Gewächshaus von Walter Barth einmal aussehen, wenn in Waldbröl-Hermesdorf eine Hochzeit ansteht.

So könnte der stattliche Eventsaal im früheren Gewächshaus von Walter Barth einmal aussehen, wenn in Waldbröl-Hermesdorf eine Hochzeit ansteht.

Drei Männer wollen aus dem früheren Betrieb für Garten- und Landschaftsbau von Wilma und Walter Barth einen schmucken Ort für Feiern aller Art machen.

Dort, wo einst Stauden und Gehölze heranwuchsen, Blumen für den Garten erste Knospen bekamen, aber auch Lauben und Brunnen zu haben waren, sollen sich Liebespaare das Ja-Wort geben, Kinder und Jugendliche ihre Kommunion und Konfirmation feiern, rauschende Partys an runden Geburtstagen steigen: Aus dem früheren Betrieb für Garten- und Landschaftsbau von Wilma und Walter Barth in der Waldbröler Ortschaft Hermesdorf soll in etwa zwei Jahren eine schmucke Eventlocation werden.

Hinter diesen Plänen stecken der Investor Denis Lutz-Fröse, der Koch und Cateringanbieter Willi Müller sowie der Architekt Artur Grunau. Gerade haben sie sich aus der Waldbröler Stadtpolitik grünes Licht für ihr Großprojekt geholt.

Ende des vergangenen Jahres hat sich Walter Barth von seinem Betrieb für Garten- und Landschaftsbau in Waldbröl-Hermesdorf getrennt.

Ende des vergangenen Jahres hat sich Walter Barth von seinem Betrieb für Garten- und Landschaftsbau in Waldbröl-Hermesdorf getrennt.

Mit der Eventlocation möchte das Trio eine Lücke schließen, die in der Marktstadt fehle: „Eben ein Platz für größere Feiern – egal, ob mit der Familie oder der Firma“, erklärt Investor Lutz-Fröse. „Dass ein solcher Ort fehlt, das habe ich im Freundeskreis oft erlebt.“ Hauptberuflich arbeitet der 39-Jährige bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, als Bauinvestor kennt der Waldbröler den Betrieb von Walter Barth schon lange – „eine echte Institution in der Stadt“.

Die Kontakte kamen in Waldbröl sowohl auf beruflichem als auch auf privatem Wege zustande

Über den Waldbröler Hegering stehen Barth und Lutz-Fröse überdies in Kontakt. Gekauft hat die Gruppe das insgesamt etwa 80.000 Quadratmeter große Gelände am Bettinger Weg indes noch nicht. Denn: „Wir holen jetzt erstmal die notwendigen Gutachten ein – fallen diese negativ aus, ist das Vorhaben hinfällig“, erklärt der 51 Jahre alte Architekt Grunau. „Die wohl größten Hürden sind der Lärmschutz und der Verkehr.“

So stellen sich der Investor Denis Lutz-Fröse und der Architekt Artur Grunau den Zugang zur neuen Eventlocation in Waldbröl-Hermesdorf vor.

So stellen sich der Investor Denis Lutz-Fröse und der Architekt Artur Grunau den Zugang zur neuen Eventlocation in Waldbröl-Hermesdorf vor.

Der frühere Betrieb mit Gewächshäusern, einem Entenweiher, einer Baumschule, etlichen Anzuchtflächen und dem Wohnhaus des Ehepaars Barth ist sowohl über Hermesdorf als auch über den Nachbarort Bettingen zu erreichen. „Es ist aber ein großer Unterschied, ob tagsüber Lastwagen durch diese Orte rollen oder abends und nachts die Autos von Gästen“, schildert der Eichener Grunau. „Und dann ist da ja noch der DJ, der vielleicht mal ein bisschen länger Musik auflegt.“

Zur Höhe des Invests macht der Waldbröler Denis Lutz-Fröse keine Angaben

Nutzen möchten die drei Männer eine Fläche von rund 22.000 Quadratmetern. Erst vor zwei Monaten, verrät der Architekt, habe die Arbeit an den Plänen begonnen. Diese sehen dort etwa eine Lounge für freie Trauungen vor, einen Eventsaal, in dem 150 bis 200 Menschen Platz finden, einen Biergarten mit Lounge und Terrasse, einen Platz für Trauungen im Freien sowie eine Küche, eine Lagerhalle und 80 bis 90 Parkplätze, sowohl auf den Hängen entlang des Bettinger Wegs – da ist der Hauptzugang – als auch im rückwärtigen Bereich in Richtung Bettingen. Leiten soll den Tagesbetrieb der Morsbacher Müller (49).

In dem früheren Gewächshaus von Walter Barth in Hermesdorf sollen künftig freie Trauungen stattfinden. Und so könnte das Gebäude dann im geschmückten Inneren aussehen.

In dem früheren Gewächshaus von Walter Barth in Hermesdorf sollen künftig freie Trauungen stattfinden. Und so könnte das Gebäude dann im geschmückten Inneren aussehen.

Ende des vergangenen Jahres hatte Walter Barth, damals 77 Jahre alt, den 1978 gegründeten Betrieb in idyllischer Lage aufgegeben, weil sich kein Nachfolger fand. Das sei auch so geblieben, berichtet Artur Grunau. „Herr Barth hat aber Bereitschaft signalisiert, an uns zu verkaufen.“ Und dann wollen die drei Planer dem Waldbröler einen großen Wunsch erfüllen: „Wir erhalten so viel wie nur möglich, vor allem natürlich die Gewächshäuser.“

Diese sollen mit Photovoltaik-Technik ausgestattet werden. Grunau: „Den Strom, den wir hier brauchen, den können wir selbst erzeugen.“ Umweltthermie und Erdwärme sollen ebenso genutzt werden. „Klar ist, dass wir einen Wärmeschutz brauchen“, betont der Architekt. „Bei Sonnenschein herrscht in den Glashäusern eine Bullenhitze.“

Zudem möchte die Gruppe anderen Unternehmerinnen und Unternehmern Mut machen, zum Beispiel ein Hotel in Waldbröl zu eröffnen oder überhaupt in der Stadt zu investieren. Noch fehle eine Herberge für Übernachtungen nach der Feier, bedauert Artur Grunau. „Aber Waldbröl ist eine aufstrebende Stadt, da sollte so etwas möglich sein.“ Er rechne damit, dass die Gutachten in gut anderthalb Jahren fertig sind und die Gemeinschaft in die Verfahren einsteigen kann, damit der örtliche Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan angepasst werden können.

Zur Höhe des geplanten Invests macht Denis Lutz-Fröse allerdings keine Angaben.