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Knapp 30.000 Euro für IndonesienWaldbröler Basar übertrifft sich selbst

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Eine ganze Menge zu entdecken gab es an Allerheiligen in Waldbröl. Den Missionsbasar gibt es seit 1962.

Der Missionsbasar im Waldbröler Wiedenhof brachte rund 30.000 Euro ein – und für Küster Jörg Groneberg gab es einen besonderen Gruß.

Hochzufrieden ist die Evangelische Kirchengemeinde in Waldbröl mit dem Ergebnis des Missionsbasars 2026 im Gemeindehaus am Wiedenhof. Fast 200 Helferinnen und Helfer krempelten dort an Allerheiligen die Ärmel hoch. Ihr Ziel: Möglichst viele Dinge an die Besucher zu bringen, damit reichlich Geld für die Hilfsprojekte in Indonesien zusammenkommt. Hundertprozentig ausgerechnet hatte die Kirchengemeinde den Erlös am Montag zwar noch nicht – Basarkoordinatorin Christiane Stausberg geht allerdings davon aus, dass sich das Endergebnis um die 30.000 Euro bewegen wird, eine eindrucksvolle Bilanz.

Riesiges Angebot von Büchern bis Blumengestecken

Siebeneinhalb Stunden konnten die Gäste am Sonntag durch das riesige Angebot stöbern, angefangen beim Bücherantiquariat über den Second-Hand-Shop, die Kunstgewerbestube und die Handarbeitsabteilung bis zur Fundgrube mit gleich mehreren Abteilungen. Selbstgestrickte Socken, und Schals konnten ebenso mit nach Hause genommen werden, wie Marmeladen mit Zutaten aus den Waldbröler Gärten, Kerzen, Taschen und Blumengestecke, die Lust auf den Herbst machen.

Gute Beratung gab es obendrein. „Die Hilfsbereitschaft in unserem Team war wirklich enorm. Wir haben nicht nur alle Abteilungen mit mehreren Schichten besetzt bekommen, es gab auch viele, die spontan hier und dort eingesprungen sind“, lobte Stausberg nach getaner Arbeit. Heiß begehrt war auch die Weihnachtsdekoration, an der Kerstin Hupperich aus Bladersbach mit einigen Kindern bereits seit Wochen getüftelt hatte.

200 Kilo Kartoffeln verputzt

Gewaltig war allerdings nicht nur das Basar-Sortiment: 200 Kilogramm Kartoffeln verarbeiteten die Waldbröler zu Reibekuchenteig, der am Abend restlos verputzt worden war. Dazu kamen 120 Kuchen und der Waffelteig aus 42 Kilogramm Mehl. Als die letzten Besucher gegangen waren, setzten sich die Organisatoren am Abend noch zusammen und rechneten die Erlöse durch.

Gottesdienst mit schlechten Nachrichten aus West Papua

Stärkung gab es natürlich auch.

Begonnen hatte der Allerheiligentag vor der Basaröffnung mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Sándor Molnár gestaltete. Im Rahmen dieser Zeremonie las der Pfarrer auch einen aktuellen Brief aus West Papua vor, der keine guten Nachrichten enthielt. Darin berichteten die Lehrerinnen vor Ort, dass die Alphabetisierungskurse junger Frauen, die aus Waldbröl unterstützt werden, wegen der unsicheren Sicherheitslage ins Stocken geraten seien. Deshalb konzentriere man sich derzeit auf die Arbeit mit den Kindern, vor allem Mädchen, in den beiden Internaten in Polimo und Wamena.

Eindrücke aus den Mädchenschulen in Indonesien

Regelmäßig machen sich die Waldbröler in Indonesien einen persönlichen Eindruck von der Entwicklung der Mädchenschulen – auch Christiane Stausberg reiste schon ans andere Ende der Erde. „Damals haben wir ein Mädchen getroffen, das einen Platz in dem Internat bekommen hat. Eigentlich hätte dieses Kind einen Anmarsch von zwei Tagen zum Unterricht hinter sich bringen müssen. Wenn man die Arbeit in West-Papua mit eigenen Augen sieht, dann weiß man, warum man sich für den Missionsbasar engagiert“, erklärte Stausberg.

Ehre für Küster Jörg Groneberg

Eine besonderen und sehr persönlichen Gruß erhielt am Sonntag Jörg Groneberg, für den es der letzte Missionsbasar war, zumindest in seiner Rolle als Küster. Lange Jahre hat Groneberg den Basar unterstützt und für die Veranstaltung unzählige Stunden geleistet. Per Video verabschiedete sich das Team aus West-Papua von „Bapa Jörg“ – eine Bezeichnung, die in der indonesischen Kultur nur derjenige erhält, der sich den höchsten Respekt verdient hat.

Rettungswagen für die jüngsten Besucher

So gab es am Sonntagabend auf allen Seiten nur glückliche Gesichter – nicht zuletzt auch bei den Kindern, die mit ihren Eltern und Großeltern den Missionsbasar besuchten. Für sie hatten die Organisatoren nämlich die Malteser-Gruppe aus Hennef mit einem richtigen Rettungswagen organisiert, der besichtigt werden konnte, während die Erwachsenen einkauften.