Vom Lautsprecher bis zum ThermomixWaldbröler steht wegen Betrug vor dem Landgericht

Waldbröl: 28-Jähriger steht wegen Betrug vor dem Landgericht. (Symbolbild)
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Bonn/Waldbröl – Wegen einem ganzen Strauß an Vorwürfen steht aktuell ein 28-jähriger Mann aus Waldbröl vor dem Bonner Landgericht: Vom gewerbsmäßigen Betrug über Wohnungseinbruchdiebstahl bis hin zu Nötigung, Betäubungsmittelbesitz und Computerbetrug reichen die ihm vorgeworfenen Straftaten. Insgesamt 32 Mal soll sich der Waldbröler zwischen Mai 2019 und Mai 2020 illegal betätigt haben, der entstandene Gesamtschaden beträgt gut 15 000 Euro.
Die meisten Vorwürfe lauten auf gewerbsmäßigen Betrug. Allein 23 Mal soll der Mann zwischen August und Dezember vergangenen Jahres über diverse Verkaufsplattformen Waren angeboten und für diese kassiert haben, ohne sie anschließend zu versenden. Die so verkauften Gegenstände, die sich offenbar nie in seinem Besitz befunden hatten, reichten von Spielekonsolen über WLAN-Lautsprecher, teure Mobiltelefone oder Tablets bis hin zu einem Thermomix.
Zu Beginn keinen festen Wohnsitz
Zum Beginn seiner kriminellen Laufbahn hatte der Waldbröler keinen festen Wohnsitz und bei seiner Festnahme im Mai dieses Jahres fand man rund zwei Kilo Cannabis in der zwischenzeitlich angemieteten Wohnung. Offenbar kam er immer wieder bei Freunden unter oder übernachtete in der zugerümpelten Garage seiner Mutter.
Mit ihr verband ihn allerdings nicht gerade das beste Verhältnis: Als sie ihn im Oktober offenbar nicht länger in der provisorischen Bleibe dulden wollte, soll er ihr gedroht haben „sie quer über die ganze Straße zu prügeln“. Das bescherte ihm zusätzlich den Vorwurf der Nötigung. Außerdem soll er auf den Namen seiner Mutter eine Akkuhandkreissäge sowie diverse Kleidungsstücke bestellt haben, ohne diese zu bezahlen.
Gestohlene Daten im Internet genutzt
Bereits Anfang Mai 2019 war der Mann an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in ein wegen Renovierung leerstehendes Haus eingestiegen, in dem diverse Werkzeuge und Maschinen lagerten. Neben Akkuschraubern, einem Staubsauger, einem LED-Strahler sowie einer Heizung nahm er von seinem Beutezug auch ein Sparkassenbuch, einen Reisepass sowie verschiedene Dokumente wie Gehaltsabrechnungen oder Kontoauszüge mit.
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Der Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände, von denen er vieles im Internet verkaufte, betrug allein hier gut 7000 Euro. Offenbar nahm der Mann immer wieder auch Dokumente an sich, die Leute vergessen oder verloren hatten. Die so gewonnenen Daten nutzte er dann für seine illegalen Online-Aktivitäten.



