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Waldbröler EinzelhandelMerkur-Verträge bis Frühjahr unterzeichnet

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Mit dieser Ansichtsskizze wirbt die List-Gruppe seit mehr als einem Jahr um Mieter für das Merkur-Projekt, jetzt sollen bis zum kommenden Frühjahr Abschlüsse auf dem Tisch liegen.

Mit dieser Ansichtsskizze wirbt die List-Gruppe seit mehr als einem Jahr um Mieter für das Merkur-Projekt, jetzt sollen bis zum kommenden Frühjahr Abschlüsse auf dem Tisch liegen.

Waldbröl – Bis zum Frühjahr soll das Merkur-Projekt komplett in trockenen Tüchern sein. Bis dahin will Michael Garstka, Geschäftsführer des Projektentwicklers List Retail Development GmbH und Co. KG, die notwendigen Verträge mit potenziellen Mietern unter Dach und Fach haben.

Die „Beseitigung des Schandflecks Merkurhaus“ steht auf der Prioritätenliste des Bürgermeisters stets ganz oben, wenn es darum geht, was im bevorstehenden Jahr geschafft werden soll. Das ist seit seinem Amtsantritt vor acht Jahren so, und das war schon bei Peter Koesters Vorgänger Christoph Waffenschmidt der Fall, denn mit dem Projekt Merkurhaus steht und fällt die Stabilisierung und Entwicklung des Waldbröler Einzelhandels.

Mit List, deren Bewerbung auf die europaweite Ausschreibung des Projektes vor gut einem Jahr den Gefallen des gesamten Stadtrates fand, hat Waldbröl einen finanzstarken Investoren an der Seite, der jetzt Nägel mit Köpfen macht und das lange Schweigen und Vertrösten wegen „laufender Verhandlungen“ bricht. „Bis zum Frühjahr 2017 wollen wir, wenn es so läuft, wie wir es uns vorstellen, die Weichen gestellt haben“, so Michael Garstka. Zurzeit gehe es noch um den Abschluss der Verhandlungen mit verschiedenen Mietparteien, teilt er mit und verweist dabei auf „die gute und enge Zusammenarbeit“ mit der Stadt Waldbröl und dem Planungsbüro ASS als Urheber des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes für Waldbröl. Dessen wesentlicher Punkt ist die Entwicklung der „Neuen Mitte“ als die „Merkur“ angesehen wird.

Bei Projektentwicklungen dieser Größenordnung, so Garstka, sei es durchaus üblich, dass zwei oder sogar drei Jahre ins Land gingen. Angesichts des Online-Handels habe sich die Mieterakquise als das schwierigste Thema herausgestellt. Mit welchen Unternehmen Garstka derzeit verhandelt, sagt er allerdings nicht.

Fest steht aber, so wiederum Bürgermeister Peter Koester, dass es drei Ankermieter sein werden, wobei die Supermarktkette Kaufland bereits von sich aus konkretes Interesse bekundet hat, einer der drei Hauptmieter sein zu wollen.

Für den Fall, dass das Einkaufszentrum aus für alle Beteiligten unerfindlichen Gründen noch scheitern sollte, wird mit Landesförderung eine Kultur- und Freizeitstätte errichtet – jener Plan B, den die Stadt in der Schublade hat. Das Einkaufszentrum könnte ohne Landesmittel gebaut werden.

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