Wander-PfadHimmelsleiter und Höllensteig in Morsbach
Morsbach – Seit Samstag können die Wanderer, die von Morsbach aus die Jähhardt, den 339 Meter hohen Hausberg der Morsbacher, erklimmen möchten, wieder die „Himmelsleiter“ benutzen. Eine Basaltstele mit dem eingravierten Namen des Pfades und den Jahreszahlen 1935-2015 steht in der Nähe des Denkmals und markiert den Beginn des Aufstiegs.
Mehr als 75 in den Berg eingebaute Stufen, den Blick stets nach oben, sprich himmelwärts gerichtet, kommt der Wanderer dem Plateau am Fuße des Aussichtsturms immer näher. Auf drei Ruhebänken kann zwischendurch eine kurze Rast eingelegt werden.
Oben angekommen, grüßt eine weitere Basaltstele, diesmal mit dem Schriftzug „Höllensteig 2015“. Ob die „Himmelsleiter“ rauf oder den „Höllensteig“ runter: Von der Jähhardt entlohnt jedenfalls ein prächtiger Panoramablick über das Morsbacher Bergland den Wanderer für den mühevollen Auf- und Abstieg.
Mit dem Bau des alten Holzaussichtsturmes in den Jahren 1935/36 legten die Morsbacher unter der Federführung des Heimatvereins damals die sogenannte „Himmelsleiter“, einen Pfad vom Ort Morsbach hinauf auf die Jähhardt, an. Die Natur holte sich den Steig nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch wieder zurück. Er wuchs zu und geriet in Vergessenheit.
Vor einem Jahr kam der umtriebige Metzgermeister und Gastwirt a.D. Herbert Stausberg, genannt „Knoorz“, auf die Idee, die Himmelsleiter freizulegen und wiederherzustellen. Bei der Kolpingjugend, dem Bauhof der Gemeinde und bei Steinmetz Michael Kötting fand er Helfer, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Beim Jungfernaufstieg am Samstag wusste Herbert Stausberg, der für sein ehrenamtliches Engagement auch schon mit dem Titel „Müeschbejer Jong“ ausgezeichnet worden ist, den ihn begleitenden Wanderern einige Anekdoten aus der guten alten Zeit zu erzählen. Schließlich konnte sich die Wandergruppe am Fuße des Aussichtsturms mit kühlen Getränken und Grillwürstchen stärken.
