Lebenspfade und Frühe HilfenWiehler Institutionen unterstützen von Anfang an

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In einem großen Raum sind viele Kinder und Erwachsene unter bunten Luftballons versammelt.

Mit Kindern und Eltern feierten Vereinsvorsitzender Ulrich Pflitsch und Hausleiterin Susanne Dolscheid die beiden runden Geburtstage.

Der Verein „Lebenspfade Oberberg“ und das „Haus früher Hilfen“ feierten in Oberbantenberg ihre runden Geburtstage.

60 Jahre Verein „Lebenspfade Oberberg“, 40 Jahre „Haus früher Hilfen“: Diese runden Geburtstage waren am Wochenende Anlass für ein Fest in den Räumen des Förderzentrums in Wiehl-Oberbantenberg. Besonders steif ging es nicht zu: Zum Programm gehörten eine Vorführung der Tanzschule „Tanz-Art“ und des Puppentheaters „Papiermond“ sowie eine Bastelstation und ein Bewegungsparcours.

Mit dem Fest ein positives Signal gesetzt

Susanne Dolscheid ist seit zwei Jahren Leiterin des Hauses, seit 13 Jahren Teil des Teams und sagt: „Uns war es wichtig, nach diesem turbulenten Jahr und den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein positives Signal zu setzen und für die Kinder, Eltern und unser Team etwas Schönes zu organisieren.“ Denn zuletzt gab es Ärger: Im Sommer hat ein Starkregen für einen überfluteten Keller gesorgt. Die Heizungsanlage wurde zerstört, zwei Dienstfahrzeuge erlitten Totalschaden. „Zum Glück konnte unser Heizungsinstallateur schnell für Ersatz sorgen“, berichtet Dolscheid. Auch zwei neue Fahrzeuge stehen für die Mitarbeiter wieder zur Verfügung.

1963 gründeten Eltern den „Verein zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis“ mit dem Ziel, ihren Kindern den Zugang zu Bildung und professioneller Betreuung und Förderung zu ermöglichen. 2023 wurde dieser Verein in „Lebenspfade Oberberg“ umbenannt und kann heute durch eine Vielfalt an Angeboten Menschen mit Beeinträchtigung und deren Familien auf dem gesamten Lebenspfad unterstützen.

Die erste Frühförder- und Familienberatungsstelle im Kreis

Dazu gehört unter anderem die vom Verein etablierte Frühförderung. 1983 übernahm der Verein die „Beratungsstelle für Risikokinder“ des Oberbergischen Kreises und führte diese mit der eigenen Hausfrühförderung zusammen – so entstand vor 40 Jahren das „Haus früher Hilfen“ und war damit die erste Frühförder- und Familienberatungsstelle im Oberbergischen Kreis.

Das „Haus früher Hilfen“ bietet heilpädagogische und interdisziplinäre Unterstützung für Kinder und Eltern, wie  Leiterin Susanne Dolscheid erklärt. Rund 150 Kinder werden derzeit von dem 13-köpfigen Fachteam aus Pädagogen, Heilpädagogen, Ergo-, Physio- und Sprachtherapeuten begleitet. „Ein wichtiger Schlüssel für die Entwicklung ist das Spielen, und daher ist es uns ein Anliegen, spielerisch zu versuchen, mit den Kindern neue Entwicklungsmöglichkeiten zu erreichen“, erläutert Dolscheid.

Ein wichtiger Schlüssel für die Entwicklung ist das Spielen.
Susanne Dolscheid, Leiterin „Haus früher Hilfen“

In der Regel werden die Kinder ein bis zwei Jahre lang begleitet, auch mit Unterbrechung. Es sei schön, den Fortschritt in der Entwicklung eines jeden Kindes mitzuverfolgen, sagt die Pädagogin. „Wir freuen uns über jeden kleinen Erfolg.“

Dolscheid freut sich darüber, dass sich die jungen Besucher in ihrem Haus wohlfühlen: „Manchmal fragen uns die Kinder, wo wir denn hier schlafen würden, und sagen, dass es doch toll sei, dass wir hier den ganzen Abend weiter spielen können, wenn alle anderen weg sind.“

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